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Tipps für Ihre Segelreise

geschrieben von Kerstin Neubauer

So gelingt Ihre Yachtcharter

Die Vorfreude auf den Segeltörn steigt, es kribbelt, nur noch wenige Tage.... Vorher ist natürlich einiges vorzubereiten und zu erledigen: Packen, Törnplanung, Ausrüstung vorbereiten und aufteilen, Proviantierung und und und. Damit Vorfreude zur Vorbereitung gehört, haben wir Ihnen nützliche Tipps & Tricks sowie praktische Listen zum Abhaken zusammengestellt. Wenn Sie möchten, laden Sie sich die Listen einfach runter und haken sie ab. Versprochen: Mit jedem Haken kommen Sie dem Törn ein Stück näher - bei steigender Vorfreude!

Yachtcharter leicht gemacht

Yachtcharter kompakt

Wir fangen mal damit an, was Sie auf einem Segeltörn nicht brauchen und nicht nur guten Gewissens, sondern auch vernünftiger Weise zu Hause lassen. Einige Dinge sind an Bord nicht nur überflüssig, sondern sogar gefährlich, Verlust-/ Bruch-gefährdet oder es ist ganz einfach kein Platz dafür.

Dazu gehören:

  • Koffer
  • alle unnötigen Wertgegenstände
  • kostbarer Schmuck, teure Uhren etc.
  • höhere Geldbeträge
  • teure Brillen
  • große Fingerringe
  • weite Ketten
  • weite Armbänder
  • hängende Ohrringe


Die Sicherheitslage in den meisten Urlaubsgebieten ist grundsätzlich sehr gut. Doch wie für jede Reise überall auf der Welt gilt auch für einen Chartertörn, dass Vorsicht immer noch der beste Schutz ist. Bedenken Sie: Eine Yacht ist nie völlig einbruchssicher, wenn auch viele Marinas abgesperrt und bewacht sind. Zudem ist das Reise-Klima – Hitze, Feuchtigkeit, Salzwasser, Sonnencreme, Seegang – nicht optimal für Wertgegenstände wie zum Beispiel Ihr Notebook, Tablet, das Handy, für Ihre Uhr, Ihre Lieblingskette oder Sonnenbrille. Alle mitgebrachten Gegenstände sind grundsätzlich nicht versichert.

Notwendiges für jeden Urlaub

Auch wenn man Wertvolles am besten zu Hause lässt, gibt ein einige Dinge, die unbedingt mit auf den Urlaubstörn müssen:

  • Reisepass/ Personalausweis
  • Bootsführerscheine (auch Crew)
  • Chartervertrag/ Bordpass
  • ec-Karte/ Kreditkarten
  • Auslandskrankenversicherung
  • Impfpass/ Diabetikerausweis/ Allergikerpass
  • Bargeld
  • Langhaarige: Haarbänder


Könnte für Ihren Törn wichtig sein - bitte entscheiden Sie:

  • Devisen
  • Travellerschecks
  • Kfz-Führerschein
  • Kraftfahrzeugschein
  • grüne Versicherungskarte
  • evtl. Flugtickets

Alles sollte sicher verwahrt werden, aber möglichst schnell griffbereit sein.

Tipps:

  • Legen Sie beim Einräumen an Bord nicht alles an einem Ort ab, sondern trennen bspw. die ec- von der Kreditkarte.
  • Machen Sie zu Hause Kopien von allen wichtigen Dokumenten und nehmen Sie ggfs. Kopien der wichtigsten Dokumente mit auf den Törn. Natürlich verwahren Sie diese getrennt von den Originalen.
  • Kopien verschwitzt? Last minute einfach Fotos mit dem Handy machen und in einer persönlichen Cloud hochladen.

Das sollten Sie vor Ihrem Törn besorgen

Viele Dinge sind unterwegs schwer oder gar nicht erhältlich, viel teurer als zu Hause oder die Qualität lässt einfach zu Wünschen übrig. Mitnehmen sollte man deshalb unter anderem:

  • Speicherkarten für Kameras o.ä.
  • Ersatzbatterien/ Akkus
  • Prepaid-SIM-Card fürs Handy im Zielland. Klären Sie sicherheitshalber die Roaming-Kosten.
  • persönliche Medikamente
  • kleine Reiseapotheke
  • Brillenträger: Reservebrille
  • Kontaktlinsenträger: Reservelinsen
  • ggf. Adapterstecker

Pack ma´s ein!

Schneeweiße Yachten auf blauem Meer

Aber bitte nur in eine Tasche, die später an Bord klein und fein verstaut werden kann. Der klassische Seesack hatte schon allein wegen dieser Eigenschaft seine Daseinsberechtigung. Heutzutage wird er häufig durch eine Segeltasche ersetzt, die mit ihren langen Reißverschlüssen viel besser ein- und auszupacken ist. Unpraktisch und unfair gegenüber den anderen Crewmitgliedern sind sperrige Koffer und sonstige „Seekisten“.

Auch wichtig: Ihr Gepäck sollte noch „tragbar“ sein – und zwar von Ihnen selber. Etliche Meter auf Flughäfen, in Häfen und Marinas und über die Gangway muss das Gepäck getragen werden. Von Ihnen. Spätestens dann merkt man, dass man wieder einmal viel zu viel eingepackt hat.
Zum Schutz gegen Feuchtigkeit hilft es, Kleidergarnituren jeweils in wiederverwendbare Plastikbeutel einzupacken. Dinge, die in der Tasche auslaufen könnten (Sonnenöl, Zahnpasta, Parfum etc.) am besten nochmal separat verpacken.

Charterwelt-Törn-Tipps

  • Tipp 1: Packen Sie Dinge, die Sie zusätzlich schützen, in Taschen oder Beutel, die Sie während des Törns zum Einkaufen verwenden können. Ein kleiner Beitrag, um Plastiktüten zu vermeiden.
  • Tipp 2: Fangen Sie frühzeitig mit dem Packen für Ihren Törn an. Etliche Dinge brauchen Sie zu Hause ohnehin nicht. Auch merken Sie dann, dass z.B. die Taschenlampe neue Batterien benötigt, die erst noch besorgt werden müssen.
  • Tipp 3: Das Gepäck sollte - wie für jede Urlaubsreise - mit Ihrem Namen gekennzeichnet sein – allerdings nicht so offensichtlich, dass schon beim Check-in am Flughafen Ihre Adresse ungebetene Gäste dazu verleitet, während Ihrer Abwesenheit Ihr Zuhause zu besuchen.
  • Tipp 4: Hilfreich für Flugreisen ist der Gepäck-Mix. Das Handgepäck kommt garantiert mit Ihnen gemeinsam an. Der ein oder andere Seesack fliegt erst nach Rio und reist unausgepackt nach Ihnen wieder nach Hause.

Törngepäckstücke

 

Einige Dinge gehören zu den Must-haves eines jeden Segeltörn. Je nach Törnausrichtung und Segelrevier ist mal das eine wichtiger. 

Unsere Longlist - entscheiden Sie nach Ihrem Törnziel

  • Ölzeug/ Goretex o.ä.
  • Bordschuhe (rutschfeste, helle Sohle)
  • Segelstiefel
  • eigene Rettungsweste 
  • Badeschuhe (wichtig für Landleinenleger)
  • warmer Pullover/ Fleece
  • Kopfbedeckung: Sowohl Sonnen- als ggfs. auch Regenschutz
  • Befestigungsbändsel für Caps.
  • Sonnenbrille (ideal sind polarisierende Gläser) mit Brillenbändsel
  • Segelhandschuhe (ersatzweise Fahrradhandschuhe)
  • Arbeitshandschuhe für Anker und Murings
  • Taschenlampe/ Stirnlampe und Batterien
  • Takelmesser oder Taschenmesser
  • aufblasbares Sitzkissen
  • mobiles Endgerät mit vorbereiteten Seekarten von bspw. Navionics
  • Ladegeräte evtl. mit Solarpaneel
  • 12-Volt-Stecker
  • Handfunkgerät
  • Einkaufstaschen

 

Und was ist mit dem Proviant?

Ein Thema, das nicht zu unterschätzen ist. Denn die Stimmung ist gleich im Keller, kommen Hunger und Durst auf. Aber wir wollen uns in Ihre persönlichen Vorlieben nicht einmischen. Hier sollte sich die Crew vorher auf Grundsätzliches einigen. An den meisten Stützpunkten bestehen Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung bzw. es kann ein Shuttle zum Supermarkt organisiert werden. Oder Sie können die Proviant-Vorbestellung zur Lieferung an Bord nutzen. Bitte sprechen Sie uns darauf an. Mehr darüber finden Sie in den Stützpunkt-Informationen. Falls Sie Proviant von zu Hause mitnehmen: bitte beachten Sie die Einfuhrbestimmungen Ihres Gastlandes. Auch wenn es schwer fällt auf Lieblingsleckereien zu verzichten: packen Sie sie nicht ein. Lassen Sie sich auf das Land ein und freuen sich auf Gewohnte bei der Heimreise.

Tipp: Nutzen Sie die Zeit, in der der Skipper das Schiff übernimmt, für den Großeinkauf.

Persönliche Packliste: Zahnbürste, Badelatschen und Co.

Auch wenn der Hinweis überflüssig ist, wir machen ihn trotzdem: Werfen Sie einen Blick auf die Wetterprognose an Ihrem Urlaubsziel. Ärgerlich, wenn man zu wenig Warmes eingepackt hat oder zu wenige T-Shirts zum Durchschwitzen, das falsche Schuhwerk, das verkehrte Ölzeug  etc.
Klären Sie mit Ihrer Crew oder Ihrem Skipper welche Landgänge oder Restaurantbesuche geplant sind. Und wieviele. Over- bzw. underdressed zu sein, ist nicht lebensbedrohlich, aber doch recht unangenehm.

Unsere Longlist - entscheiden Sie nach Ihrem Törnziel

  • Hosen/ Jeans - lang & kurz
  • Shorts/ Bermudas
  • Hemden / T-Shirts
  • (warme) Unterwäsche
  • Socken
  • Sweatshirts/ Pullover
  • Schuhe für Landgang
  • Windjacke/ Parka o. ä.
  • leichte lange Bekleidung als Sonnenschutz
  • Jogginghose
  • Bettzeug/Schlafsack/ kleines Kissen
  • Handtücher, Badetücher
  • Badelatschen
  • Badeanzug/ Bikini/ Badehosen
  • Kulturbeutel
  • Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor
  • Insektenschutz
  • persönliche Medikamente
  • Brille/ Sonnenbrille m. Sicherungsbändsel, Ersatzbrillen
  • Wäscheklammern, Reisewaschmittel
  • Nähzeug, Sicherheitsnadeln
  • Fotoapparat/ Videokamera
  • Speicherkarten, Batterien
  • Ladegeräte 
  • Reisewecker
  • Handy
  • Literatur, Schreibmaterial
  • Taucherbrille, Flossen, Schnorchel

Einer für alle: Diese Dinge kann man aufteilen

  • Bordapotheke mit: Mittel gegen Seekrankheit, Magen-/Darmverstimmungen, Fieber, Sonnenbrand, Insektenstiche, Antibiotika, Erkältungsmittel, Schmerztabletten, Verbandszeug, Salben, Pflaster
  • Pantry-Utensilien: wie z.B. Geschirrtücher, Küchentücher, Streichhölzer, Gasanzünder, Dosenöffner, Korkenzieher
  • Navigation: Logbuch, Besteck, Bleistifte, Spitzer, Radiergummi, Taschenrechner, Peilkompass, Fernglas, Hand-GPS, Törnführer
  • Ergänzendes: eigene Seekarten (auch elektrisch), Handbücher, Reiseführer, Notizblock, Handfunkgerät, 12-Volt-Adapter, Solarladestation
  • Praktisches: Klebstoff, Tapes, Gummistropse, Schere, Segelgarn und -Nadel, Reservebändsel
  • Vergnügliches: Spiele, Spielkarten, Reisegrill

Die Schiffsübergabe vor Ihrem Chartertörn

Bitte kommen Sie möglichst zu der im Bordpass angegebenen Zeit zur Schiffsübergabe. Falls Sie schon früher da sind, melden Sie sich ruhig bei der Partnerfirma, drängen Sie aber bitte nicht auf eine frühere Übergabe, falls dies dem Stützpunktpersonal nicht ohne weiteres möglich ist. Bitte bedenken Sie, dass alle erforderlichen Wartungs- und Reinigungsarbeiten im Interesse Ihrer Sicherheit und Ihres Komforts erfolgen. Alle Partnerfirmen sind informiert, dass wir keine Zusagen für eine frühere Übergabe machen, obwohl das von Charterkunden vor Ort leider immer wieder behauptet wird. Ausgenommen sind selbstverständlich gebuchte und bezahlte Early-Check-ins.


An der Übernahme sollte nur der Skipper, evtl. mit einem weiteren Crewmitglied, teilnehmen
. Die Anwesenheit der gesamten Crew würde Sie selbst ebenso wie das Stützpunktpersonal irritieren. In der Regel erledingen einige Crewmitglieder während der Yachtübernahme den Einkauf. Über die Proviantierung sollte sich die Crew bereits vor Abreise einigen. Für die Planung ist wichtig, wie sehr man Selbstversorger ist oder sich eher an Land bewirten lässt. In vielen Marinas gibt es die Möglichkeit, sich den Proviant vorab an Bord zu bestellen. Das spart unter Umständen wertvolle Zeit und Nerven und lästiges Geschleppe bei glühender Hitze. Bitte sprechen Sie uns gerne darauf an.

Sollten Sie spät abends oder in der Nacht ankommen, können Sie in den meisten Fällen an Bord übernachten und die Übergabe findet am folgenden Vormittag statt. Bitte packen Sie dann nur soweit aus, dass die Übergabe noch problemlos möglich ist.

Häufig wird man Ihnen bereits vorab die Checkliste geben, so dass Sie sich schon mit der Ausrüstung vertraut machen können. Falls Sie den Schiffstyp bereits kennen, kann das die Übergabe vereinfachen und verkürzen. In jedem Fall sollten Sie aber die Dauer und den Umfang der Übergabe so gestalten, dass Ihnen alle Ausrüstungs- und technischen Aspekte der Yacht vertraut werden. Als Skipper sind Sie alleine für die Sicherheit an Bord verantwortlich!

Versuchen Sie bitte immer den rechten Mittelweg zwischen Ihren berechtigten Wünschen und einer vielleicht (noch) etwas ungewohnten - südländischen - Mentalität zu finden. Ruhe bewahren, Toleranz und Freundlichkeit helfen immer ein Stück weiter – schließlich ist ja Urlaub.

So gelingt der Check-in

Der Check-in ist vergleichbar mit einer professionellen Zahnreinigung: lästig, aber absolut unerlässlich. Als Skipper wissen Sie, dass jedes Schiff anders ist und seine Eigenarten hat. Eine gute Übergabe ist die Basis für einen gelungenen Törn. Wenn Sie sich mit unseren Tipps ein wenig vorbereiten, klappt es meist ganz schnell und reibungslos. An dieser Stelle müssen wir mahnend den Finger heben und weisen darauf hin, dass die Verantwortung für die Übernahme einer mängelfreien, seetüchtigen und sicheren Yacht liegt ausschließlich bei Ihnen als Charterer bzw. verantwortlicher Skipper liegt. Nehmen Sie sich also die nötige Zeit und stellen Sie alle wichtigen Fragen und bestehen auf Beseitigung beeinträchtigender Mängel.

Check-in-Checkliste

  • Check-Liste des Charterpartners: Lassen Sie sich diese gleich bei der Begrüßung aushändigen und machen Sie sich mit Ihr verraut. Sind Ihnen darüber hinaus gehende Punkte wichtig?
  • Sicherheitsausrüstung: Rettungswesten, Lifebelts, Rettungsinsel, Notsignale, Feuerlöscher, Notpinne, Lenzpumpe(n) (Anzahl, wo gestaut, letzte Wartung?) Gasanlage (Absperrventil?), Seeventile?
  • Motor und Ruderanlage: einwandfreie Funktion prüfen, Handhabung erklären lassen, was ist regelmäßig zu tun (z.B. Ölstandskontrolle)? Probeschlag machen oder gleich beim Auslaufen testen - bei Problemen sofort zurück!
  • Elektrik: Hauptschalttafel, Instrumente, Service-/Starterbatterien erklären lassen.
  • Positionslicher prüfen. Bei Tag am Ampèremeter zu sehen.
  • Tanks: Wo sind die Zugänge? Sind Wasser und Diesel voll aufgefüllt? Wo werden Wassertanks umgestellt? Ausreichend Sprit für den Außenboarder? Gasflaschen voll und korrekt verstaut? Ventile?
  • Toiletten: Funktion und Ventile ausprobieren.
  • Navigation: Seekarten, Handbücher, Instrumente, Bedienungsanleitungen (Vollständig? Aktuell? Zustand? Evtl. ergänzen oder austauschen lassen.)
  • Segel: auspacken bzw. ausrollen. Vor allem Nähte, Verstärkungen (Reffs), Lattentaschen, Stagreiter prüfen. Bei Rollreffs Handhabung erklären lassen.
  • Rumpf , Scheuerleisten, Reling ok? Festmacher, Fender: Zahl, Zustand?
  • Anker: Ist das Ende der Kette befestigt? Länge (Markierungen)? Zweitanker? Elektrische Ankerwinsch zeigen lassen und Funktion unter Belastung prüfen.
  • Bilge: Schauen Sie auch unter die Bodenbretter: trocken? Kielbolzen ok?
  • Beiboot: Schlauchboote aufpumpen, Dichtigkeit einige Zeit beobachten (bleibt die Luft drin und das Wasser draußen?) Auf See bitte nicht nachschleppen. Die Ösen halten das nicht aus und bei Hafenmanövern behindert es.
  • Eventuelle Beschädigungen bereits beim Check-in schriftlich festhalten.

Vor dem Ablegen

Nachdem nun die Checkliste des Vercharterers abgehakt ist und evtl. Mängel, Schäden und fehlende Teile schriftlich bestätigt wurden, sollte einem gelungenen Törn nichts mehr im Weg stehen. Vorher möchten Sie vielleicht noch die folgenden Details klären und notieren:

  • Erreichbarkeit der Basis (Funk, Telefon)
  • Echolot-Anzeige: Wasserlinie oder Kiel?
  • Masthöhe für evtl. Brückendurchfahrten
  • Tankinhalt Treibstoff/Wasser? Anzeige ok? Einfüllstutzen klar gekennzeichnet?
  • Motorstundenzähler-Stand bei Abfahrt
  • Sumlog-Stand bei Abfahrt
  • Landstrom: Anschluss/Adapter, Spannung?
  • Bis zu welchem Betrag dürfen Reparaturen selbst veranlasst werden?
  • Welche Kontrollen/Wartungen müssen gemacht werden, in welchen Abständen (Motoröl, Filter, Bilge lenzen, Stopfbuchse)?
  • Welche Wetterberichte gibt es?
  • Wer führt die Endreinigung durch? Bereits bezahlt?
  • Bei Rückkehr Treibstoff/Wasser auffüllen?
  • Rückkehr-Zeit, - Ort, - Liegeplatz
  • Für Liegeplätze: Schiffslänge, Schiffsbreite, Tiefgang, Masthöhe

Wichtiges zum Auslaufen

Zugegeben – die Crew musste bis hierhin einige Geduld beweisen. Doch dafür ist jetzt endlich der Moment da, sie ins Schiff einzuweisen. Soviel Zeit muss noch sein: Jeder an Bord muss wissen, wo die Sicherheitsausrüstung ist und wie sie funktioniert (Feuerlöscher, Notsignale, Rettungsinsel, Notpinne, Lenzpumpe, Gasanlage, Seeventile).

Jede und Jeder an Bord bekommt eine Schwimmweste (meist Feststoff), die sie/er für ihre/seine Größe einstellt und dann gut auffindbar verstaut. Wir empfehlen für jedes Crewmitglied selbst eine automatische Schwimmweste mit integriertem Lifebelt anzuschaffen. Denken Sie dabei besonders an Ihre Kinder.

Ebenso wichtig: Jede und Jeder an Bord „trainiert“ die Handhabung der Toiletten. Wichtigste Regel für’s Bordklo: Da kommt nix rein, was nicht vorher gegessen oder getrunken wurde. Oder wollen Sie unbedingt wissen, warum auf vielen Packlisten Gummihandschuhe stehen?

Letzter Check: Tanks voll? Landstrom verräumt? Proviant verstaut? Alle vollzählig? Dann kann’s tatsächlich los gehen. Leinen los, und in der Nähe der Basis mal richtig mit der Yacht „spielen“: Wie sieht’s mit Radeffekt und Wendekreis aus? Läuft alles glatt - auch unter Segeln? Noch ist der Stützpunkt in Sichtweite. Übrigens: manchmal ist auch schon der Skipper in den „Bach“ gefallen und war dann froh, dass er mit der Crew das „...- über-Bord-Manöver“ geübt hatte – eine gute Möglichkeit, das Handling der Yacht kennen zu lernen.

Check-out und auf Wiedersehen

Auch der schönste Törn geht einmal zu Ende. An dieser Stelle noch die Bitte: Seien Sie fair, besonders zu der Crew an der Charterbasis, die schon ungeduldig auf „Ihre“ Yacht wartet, um sie für die kommenden Gäste vorzubereiten - so wie vor Ihrem Törn für Sie.

So gelingt es am besten:

  • Bitte kommen Sie pünktlich. Um Zeit und Stress an der Tankstelle einzusparen, können Sie gleich morgens in der Marina tanken und anschließend den Tag über noch segeln oder in einer Bucht um die Ecke liegen.
  • Bitte melden Sie alle beobachteten Mängel und Schäden, auch die neu aufgetretenen. Keine Sorge, die wenigsten werden Ihnen gleich von der Kaution abgezogen. Oft ist es einer gewissen Gebrauchsschwäche geschuldet, weswegen ein Teil kaputt geht. Der Charterpartner ist Ihnen sehr dankbar für jeden Hinweis. So unterstützen Sie sowohl unser ständiges Bestreben, wie auch das unserer Partner, Ihnen einen optimalen Törn zu bieten.
  • Falls Sie dennoch einmal nicht zufrieden waren: geben Sie dann vor Ort keine positive Beurteilung ab, sondern erklären den Mangel sachlich und halten diesen schriftlich fest. In der heutigen Zeit ist auch Bildmaterial hilfreich. Wir können nur Reklamationen bearbeiten, die bereits bei der Rückgabe der Yacht schriftlich fixiert wurden.
  • Eventuelle Regressansprüche müssen uns zwei Wochen nach Ende der Charter schriftlich vorliegen.

Und zu guter letzt: Wir wünschen Ihnen eine schöne Segelzeit, einen erlebnisreichen Törn, Mast-und Schotbruch und stets eine Handbreit Wasser unterm Kiel!

Damit kann´s losgehen: Reisetipps für Ihren Chartertörn
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Damit kann´s losgehen: Reisetipps für Ihren Chartertörn
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Nützliche Tipps für Ihren Segeltörn als Checkliste für Reisevorbereitung, Gepäck, Yachtübernahme und -Rückgabe.

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