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Fahrgebiet

Segeltörn im Nordatlantik

Setzen Sie Kurs Nord! Segeln Sie im Norden Europas und lernen Sie dabei Land und Leute kennen. Auf den Törns im Nordatlantik haben Sie die die Möglichkeit der Inselgruppe der eher schroffen Lofoten einen ausgiebigen Besuch abzustatten. Oder die Vesterålen zu entdecken, die sich etwas sanfter und einladender präsentieren. Immer weiter in den Norden führten die Törns mit Expeditionscharakter auf der SY Atalanta. Im Jahr 2023 passierte sie den 79. Breitengrad.

Aktuell steht das Segeln wieder im Vordergrund. Motto: "Segeln im Norden Europas und dabei Land und Leute kennenlernen."

Sie segeln mit einem ganz besonderen Schiff, der Segelyacht Atalanta, einem Sparkman & Stephens Design aus dem Jahr 1975. Sie bietet Platz für 10 Personen, wird während der Törns aber mit maximal 7 Personen in Einzelkojen belegt. Die Verpflegung an Bord wird gemeinsam organisiert.

Einer der erfahrensten Skipper sorgt dafür, dass alle sicher an ihr Ziel gelangen. Die Törns im Nordatlantik sind vielseitig. Von Familiensegeln über raue, schroffer Urlaubs-Romantik bis hin zu herausforderndem Hochseesegeln werden alle Törnvariationen angeboten. Sie alle haben eins gemeinsam: Ein unvergleichliches Stück Natur, das man so nur per Segelschiff erfahren kann.

Yacht

SY Atalanta

Die S.Y. Atalanta ist ein hochseetaugliches, solides Segelschiff der renommierten Werft Sparkman & Stephens. Die Atalanta ist von der Berufsgenossenschaft Verkehr abgenommen und wird alle 2 Jahre erneut überprüft. Sie verfügt über das staatliche Schiffssicherheitszeugnis und den Fahrterlaubnisschein für bis zu 10 Personen in Fahrtgebiet A, das bedeutet weltweite Fahrt. Während der Törns wird die Atalanta mit maximal 7 Gästen in Einzelkojen belegt. Der Skipper segelt seit mehr als 25 Jahren und hat bei 250.000 sm schlicht aufgehört zu zählen. De Liste seiner befahrenen Reviere ist lang: Nordsee, Ostsee, Englischer Kanal, Atlantik, Pazifik, Karibik, Mittelmeer, Drake Passage und südliches Polarmeer, mehr als 10 Reisen zur Antarktischen Halbinsel, Teilnahme an verschiedenen Regatten (fully crewed und double-handed). Und schonmal vorab, weil es einer der beliebesten Fragen der Gäste ist: Seine längste gesegelte Strecke betrug 4800 sm. Das allerdings in wärmeren Gefilden von Tahiti bis Cap Horn.

Kabinen
5 Doppelkabinen, 2 Einzelkabinen, 1 Skipperkabine
Nasszellen
2
Belegung
7 Gäste + 1 Schiffskapitän
Länge
19,20 m/63 ft
Breite
4,80 m
Tiefgang
2,95 m
Baujahr
1975
Wassertank
800 l
Dieseltank
400 l
Segelfläche am Wind
230 m²

Termine

Daten und Preise

Das S.Y. Atalanta verfügt über 8 Einzelkojen für 7 Gäste plus Skipper. Es gibt 2 Nasszellen. Die Preise differieren nach Törn. Es werden im Jahr 7 verschiedene Routen gefahren. Die Saison dauert von April bis Oktober. Die Törns sind in der Rubrik Reiserouten beschrieben. In der Regel handelt es sich um One-way-Törns. Die Verpflegung an Bord erfolgt gemeinsam, was eine äußerst positive Auswirkung auf das Gemeinschaftsgefühl und die Zusammengehörigkeit der Crew hat. Der Skipper wird traditionsgemäß frei gehalten. Die Reisedauer der verschiedenen Törns variiert, sodass die Reisen zu unterschiedlichen Wochentagen starten bzw. enden.

Hinweis:
Es werden nur die verfügbaren Törns angezeigt. Da sich die Preise und Verfügbarkeiten seitens der Veranstalter kurzfristig ändern können, bitte den endgültigen Preis bei uns anfragen.

Monat Dauer Fahrgebiet Preis p.P. Doppelkabine ab
April 15 Tage Von den Azoren zum Kontinent - Ponta Delgada bis Roscoff/Bretagne 2.490 Euro
Mai 11 Tage Englischer Kanal, Bristol Channel und Irische See - Von Roscoff über die Scilly Islands nach Dublin 1.840 Euro
Juni 11 Tage Von Dublin durch die Irische See über die Hebriden nach Oban 1.840 Euro
Juni/Juli 11 Tage Von Oban durch die Hebriden und den Caledonian Canal nach Inverness 1.840 Euro
Juli 11 Tage Von Inverness zu den Orkneys und um die Nordspitze Schottlands nach Oban 1.840 Euro
September/Oktober 11 Tage Von Oban durch den Caledonian Canal nach Edinburgh 1.840 Euro
Oktober 11 Tage Von Edinburgh durch die Nordsee, Skagerrak und Kattegat nach Flensburg 1.840 Euro

Reiserouten

Trips

Im Jahr 2026 startet die SY Atalanta mit neuem Rigg zu einer außergewöhnlichen Reise von den Azoren in Richtung Nordeuropa. Der Törn verbindet klassische Hochsee-Passagen mit einigen der spannendsten und abwechslungsreichsten Segelreviere Europas. Von der offenen Weite des Atlantiks führt der Kurs zunächst nach Roscoff in der Bretagne, einem traditionsreichen Hafen an einer der anspruchsvollsten Gezeitenküsten Europas. Durch den Englischen Kanal geht es weiter entlang einer der meistbefahrenen Wasserstraßen der Welt, bevor die Route in die Irische See abbiegt und Dublin erreicht – eine lebendige Hafenstadt mit maritimer Geschichte und kultureller Tiefe.

Nördlich davon öffnet sich das Revier dramatisch: Die Reise führt entlang der Westküste Schottlands, durch die Hebriden, weiter in den legendären Caledonian Canal, hinaus zu den Orkney-Inseln und schließlich ostwärts nach Edinburgh. Über Nordsee und Skagerrak nimmt die Atalanta Kurs auf die Ostsee und endet schließlich in Flensburg – ein Törn, der Hochseesegeln, anspruchsvolle Navigation und landschaftliche wie kulturelle Höhepunkte miteinander verbindet.

  • Von den Azoren zum Kontinent - Ponta Delgada bis Roscoff/Bretagne - 15 Tage - ca. 1.300 sm - Anforderungsstufe 5Open or Close

    Auslaufend aus Ponta Delgada segelt man noch 25 sm an der Südküste von Sao Miguel entlang, danach hat man freie Bahn. Von hier sind es 1100 sm bis zur französischen Küste bei Brest. Kann man in sechs Tagen schaffen, vielleicht dauert es aber auch länger... Wir haben eine hohe Chance auf westliche Winde, also sollte gutes Vorankommen gewährleistet sein. Aber es ist schon eine Herausforderung, so lange auf dem Atlantik mit seinem mitunter bewegten Seegang zu segeln. Wir fahren im Wachsystem mit wechselnden Wachen, jeder muss mal mitten in der Nacht aufstehen oder tagsüber schlafen. Der Versuch, zu lange durchzuhalten, rächt sich. Unausgeruht kommt Seekrankheit vermehrt vor, das geht dann immer zu Lasten anderer Crewmitglieder, wenn Einzelne im Wachsystem ausfallen. Anziehen, Ausziehen, Aufstehen, Schlafen, Essen, Kochen, Spülen, Toilette, usw. immer im Seegang. Das ist eine größere Herausforderung, als man denkt und sollte nicht unterschätzt werden. Vor allem, falls man das noch nicht erlebt hat. 

    Eine Variante der Route ist der (kleine) Umweg über Galizien, Nordspanien. Bis da sind es von Sao Miguel jedoch auch schon 800 sm. Und dann müssen wir nochmals 350 sm durch die Biskaya.

    Welche Route wir wählen, entscheidet wie immer das Wetter und möglicherweise auch die Beschaffenheit der Besatzung. Mehrere Tage auf See sind es auf jeden Fall.

    Der Zeitrahmen ist großzügig, falls das Wetter es erlaubt, werden wir noch ein wenig Zeit für die Azoren haben. Jedoch sind die Distanzen zwischen den Inseln groß, Terceira zum Beispiel liegt 90 sm entfernt. Das würde eine gute Gelegenheit bieten, sich an den Seegang zu gewöhnen. 

    Bei frühzeitiger Ankunft bietet uns die bretonische Küste und die Inselwelt davor auf jeden Fall noch genug seglerische Herausforderung, um die restliche Zeit spannend und herausfordernd zu nutzen.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Englischer Kanal, Bristol Channel und Irische See - Von Roscoff über die Scilly Islands nach Dublin - 11 Tage - ca. 300 sm - Anforderungsstufe 3Open or Close

    Roscoff ist ein kleines malerisches Städtchen an der Nordküste der Bretagne. Die nächstgrößere Stadt ist Morlaix, die man gut mit den französischen Schnellzug TGV erreichen kann. An der Küste hier haben wir bis 7 m Tidenhub, was die Landschaft beeindruckend verändern kann.

    Die Küste verläuft hier in Ost-West-Richtung. Zum Start werden wir uns noch ein wenig an dieser Küste aufhalten, entweder geht es nach Westen zur "Cote des Abers" und der Ile d'Ouessant oder nach Osten in Richtung der "Cote du Granit rose".

    Danach geht es nach Norden, zum United Kingdom.  Wir setzen Kurs auf die englischen Scilly Isles vor der Südwestspitze Cornwalls oder auf Falmouth, eine sehr gemütlicher kleine Stadt an der Südküste. Die Distanz beträgt ungefähr 100 sm.

    Ab hier haben wir die NW-Seite Cornwalls vor uns, die uns bei westlichen Winden keinen Schutz bietet. Dann müssen wir 130 sm zur irischen Südküste oder gleichweit nach Wales. Diese Strecke werden wir dann durch die Nacht segeln. Ab hier sind die Distanzen überschaubar, wir können uns die restliche Zeit mit gemütlicherem Küstensegeln vertreiben. Vom Eingang zur Irischen See, dem St. Georges Channel, bis nach Dublin sind es noch 70 sm.

    Mit Dünung aus dem Atlantik ist bei dem größten Teil dieses Törns zu rechnen. Erst mit Erreichen der Irischen See haben wir "nur" noch die Windsee.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Von Dublin durch die Irische See über die Hebriden nach Oban - 11 Tage - ca. 300 sm - Anforderungsstufe 2Open or Close

    Dublin. Die Irische See liegt vor uns. Entweder Kurs Nord an der Küste entlang oder NO, 70 sm zur Isle of Man. Von hier aus geht es weiter zum North Channel, westlich liegt Nordirland, östlich die Halbinsel Kintyre mit der Südspitze "Mull of Kintyre", die schon zu Schottland gehört. Nördlich von hier sind wir in der "Sea of Hebrides". Die südlichste Insel, Islay, ist bekannt durch die vielen Whiskydestillerien, die sich hier befinden. Weiter im Norden sind dann die Inseln Jura, Colonsay und Oronsay, bevor die Isle of Mull sich zeigt. Westlich liegen Coll und Tiree in Sichtweite, aber auch die Äußeren Hebriden, die Insel Barra, liegt nur 60 sm von der Südwestspitze von Mull entfernt. Tobermory, der einzige Hafen der Isle of Mull, ist immer einen Besuch wert. Malerische, bunte Häuser finden sich hier am Hafen (und in jedem Reiseführer Schottlands). 

    Wir werden einige dieser schönen Inseln anlaufen, vielleicht lässt sich unterwegs auch die Besichtigung einer Destillerie organisieren. Wir haben genug Zeit, diese Inselwelt und auch die beeindruckende Tierwelt (Delfine, Robben, viele Seevögel) zu genießen. Und das Wetter ist hier nicht immer so schlecht wie sein Ruf...

    Ziel dieses Törns ist Oban, eine gemütliche Stadt an der Westküste Schottlands.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Von Dublin durch die Hebriden und den Caledonian Canal nach Inverness - 11 Tage - ca. 300 sm - Anforderungsstufe 2Open or Close

    Im Westen von Schottland, umgeben von einer dramatischen Küste und wunderschönen Landschaften, liegt Oban. Die Kleinstadt ist ein großartiger Urlaubsort und nicht umsonst als „Tor zu den Inseln“ bekannt. Hier liegen die Inneren und die Äußeren Hebriden vor der Tür.

    Fahren wir nach Nordosten, führt uns das Loch Linnhe nach Fort William und Corpach, hier ist die Zufahrt zum Caledonian Canal. Der Kanal wurde von 1803 bis 1822 errichtet. Nur etwa ein Drittel seiner Gesamtlänge wurde künstlich geschaffen, ansonsten wurden natürliche Gewässer genutzt. Dies sind: River Ness, Loch Dochfour, Loch Ness, Loch Oich und Loch Lochy. Die Länge beträgt 60 sm, wovon 38 sm natürliche Gewässer, der Rest Kanäle sind. 11 Drehbrücken und 29 Schleusen sind auf der Strecke, teils einzeln, teils in Schleusentreppen, deren längste, Neptunes Staircase, aus 8 Einzelschleusen besteht und die längste Schleusentreppe in Großbritannien ist.

    3 bis 4 Tage sollten wir für die Passage einplanen, da gerade bei den Brücken der Autoverkehr Vorrang hat. Ein touristisches Highlight der Saison. Auf den Kanalstrecken werden wir motoren müssen, aber die Lochs laden dann wieder zum Segeln ein.

    Da nach Durchfahren des Caledonian Canals unsere Reise endet, nehmen wir uns zuvor noch mehrere Tage Zeit, die wir in den Gewässern um die Isle of Mull und in den Inneren Hebriden verbringen werden. Bei guten Bedingungen kommt auch ein Ausflug nach Barra auf den Äußeren Hebriden oder die Isle of Skye in Frage.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Von Inverness zu den Orkneys und um die Nordspitze Schottlands nach Oban - 11 Tage - ca. 400 sm - Anforderungsstufe 3Open or Close

    Wir verlassen Inverness durch das Flachwasser des Inverness Firth bis wir nach 10 sm den malerischen Leuchtturm von Chanonry Point erreichen. Nun befinden wir uns im Morray Firth. An dessen Anfang haben wir noch ein paar Untiefen, die wir passieren müssen. Die Küste ab hier verläuft in Richtung NNE, der einzige Hafen ist Wick und für uns nicht geeignet. Also ist es abhängig von der Windrichtung, ob wir einen geschützten Platz zum Übernachten finden oder nonstop bis zur Nordostspitze Schottlands segeln. 75 sm sind es bis Duncansby Head. Und hier sind wir dann im berüchtigten Pentland Firth, der mitunter mehr als 8 kn Strömung aufweist. Tidenrechnung und -planung ist dringend nötig.

    Ob wir durch den Pentland Firth in das "Binnenmeer" Scapa Flow einlaufen oder östlich davon passieren und direkt Richtung Kirkwall auf der Insel Mainland fahren, entscheidet das Wetter.

    Die Orkneys bestehen aus ca. 70 Inseln, die größte davon ist Mainland. Die Inseln sind sehr grün und werden landwirtschaftlich genutzt. Deren Küsten sind teilweise steil aufragend, ansonsten ist es eher eine hügelige Landschaft. Zwischen den Inseln herrscht allerdings auch ein kräftiger Tidenstrom.

    Von hier aus geht es dann weiter an der Nordküste entlang zum Cape Wrath. Hier erreichen wir die "Sea of Hebrides". Östlich ist das schottische Festland, westlich die Äußeren Hebriden. Auf beiden Seiten findet man eine Vielzahl kleiner Buchten und Lochs, die uns geschützte Plätze zum Ankern versprechen. Weiter im Süden erhebt sich die Isle of Skye, deren Gipfel über 1000 m hoch sind. Hoffentlich haben wir nicht nur das berüchtigte schottische Wetter...

    Es geht weiter nach Süden, vorbei an kleineren Inseln wie Rum, Eigg und Muck zum Sound of Mull, dem wir folgen, bis wir unser Ziel Oban erreichen.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Von Oban durch den Caledonian Canal nach Edinburgh - 11 Tage - ca. 300 sm - Anforderungsstufe 3Open or Close

    Auslaufend aus Oban passieren wir Lismore Island und segeln durch Loch Linnhe in Richtung Fort William und dem Caledonian Channel. 29 Schleusen liegen vor uns, teilweise in Treppenstufen angeordnet. Die längste Treppe, Neptuns Staircase, besteht aus 8 Schleusenkammern in Reihe. Sie ist die längste Schleusentreppe Großbritanniens. Dazu kommen noch diverse Brücken, die bedient werden müssen. Ein Drittel des Kanals ist künstlich erbaut, der Rest sind Seen (in Schottland Loch genannt), die im Great Glenn liegen. Dieses Tal verbindet die Westküste mit der Ostküste Schottlands. Auch das berühmte Loch Ness werden wir passieren. In Inverness verlassen wir den Kanal und segeln entlang der Küste Richtung Ost bis wir Rattray Head und den Hafen Peterhead erreichen. Dies ist der erste Hafen an der Küste, den wir sicher bei allen Tiden anlaufen können. Von nun an geht der Kurs Richtung Süd, vorbei an Aberdeen (wo Segler nicht willkommen sind). SW wäre nicht die optimale Windrichtung, aber mit ausreichend Zeit lässt sich normalerweise ein gutes Wetterfenster finden, innerhalb dessen sich diese Strecke bewältigen lässt. Es wird zu längeren Fahrtzeiten kommen, da es sehr wenige Häfen gibt, die wir mit einem Tiefgang von 3 m anlaufen können und Ankerplätze die richtige Windrichtung brauchen.

    Ziel der Reise ist Edinburgh, die Hauptstadt Schottlands. Hier kann man gut die Strapazen der Reise auskurieren und noch ein wenig Sightseeing anschließen.

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

  • Von Edinburgh durch die Nordsee, Skagerrak und Kattegat nach Flensburg - 11 Tage - ca. 700 sm - Anforderungsstufe 4Open or Close

    Die Nordsee liegt vor uns! Auslaufend aus dem Firth of Forth liegen ca. 500 sm bis Skagen vor uns. Großschifffahrt, Fischerei, Offshore-Anlagen und auch der ein oder andere Windpark liegen auf unserem Kurs. Aufmerksamkeit ist also oberste Pflicht beim Segeln und der Navigation. Wachen werden eingeteilt, es geht erst einmal nonstop Richtung Ost. Bei guten Bedingungen können wir in drei Tagen in Skagen sein. Oder noch einen kleinen Stopp an der Südküste Norwegens einlegen.

    In Skagen haben wir die Nordsee hinter uns, das Kattegat ist normalerweise weniger ruppig. Bei Erreichen der Nordküste der Insel Sjaelland haben wir die Zeiten mit viel Seegang hinter uns. Hier müssen wir uns entscheiden, ob wir noch einen Umweg fahren und einen Abstecher nach Kopenhagen machen oder gemütlich durch den Kleinen Belt in Richtung Flensburger Förde segeln. 

    Es wird eine schöne Mischung aus anspruchsvollem Langstreckensegeln und Küstennavigation. Aber wir sind im Oktober unterwegs, mitunter kommen auch ein paar Herbststürme vorbei, die bei der Routenplanung zu berücksichtigen sind. 

    Beschrieben sind hier einige Beispiele. Der tatsächliche Törnverlauf, die gesegelte Strecke und die angelaufenen Ziele hängen jedoch von Wind, Seegang und letzten Endes auch von der Crew ab. Er folgt der Einschätzung und Entscheidung des Schiffsführers.

Anforderungsstufen

Anforderungsstufe 1:

Keine Segelkenntnisse erforderlich - kurze Tagesetappen - Übernachtung im Hafen.

Anforderungsstufe 2:

Keine Segelkenntnisse erforderlich - Tagesetappen länger
(bis 10 Stunden) - Übernachtungen auch vor Anker.

Anforderungsstufe 3:

Segelkenntnisse hilfreich - Seezeiten bis 36 h -
unter Umständen längere Zeit von „Zivilisation“ entfernt.

Anforderungsstufe 4:

Segelkenntnisse hilfreich - Seezeiten 2 bis 3 Tage am Stück - Möglichkeit der Routenplanung nach den Wetterbedingungen – Teilnahme an Seewachen obligatorisch

Anforderungsstufe 5:

Segelkenntnisse erforderlich - mehr als 4 Tage am Stück auf See -
Teilnahme an Seewachen obligatorisch - das Schiff ist über einen längeren Zeitraum auf sich selbst gestellt - nur begrenzt möglich, den Wind- und Wetterverhältnissen auszuweichen.

Anforderungsstufe 6:

Zusätzlich zu Anforderungsstufe 5 noch die Herausforderung von Kälte und Nässe über mehrere Tage.

„Zivilisation“ bedeutet in diesem Zusammenhang sanitäre Anlagen und
Duschen an Land, Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants.

* im Törnplan bedeutet: zusätzlich zu den gesetzten Anforderungen ist hier mit kalten Temperaturen zu rechnen (dauerhaft weniger als 10°C, Luft und Wasser), die eine entsprechende Vorsorge in Bezug auf Kleidung erfordern

Der Nordatlantik

Auf diesen Törns haben Sie die unvergleichliche Möglichkeit in diesem unberührten Teil der Erde auf den Spuren der Wikingerzu segeln. Der Nordatlantik spielt eine wichtige Rolle unserer neuzeitlichen Geschichte. Christoph Columbus und vor ihm bereits die Wikinger entdeckten durch ihre Fahrten über den Nordatlantik die sogenannte "Neue Welt". Bis heute ist der Nordatlantik eines der meistbefahrenen Meere. Er verbindet Europa mit den Vereinigten Staaten und Kanada. Verbindenden Charakter hat der Nordatlantik auch im politischen Sinne: Ronald Reagan und Michail Gorbatschow trafen sich 1986 auf halbem Weg in Reykjavík zu einem Gipfeltreffen, um im Kalten Krieg über Abrüstungsfragen zu verhandeln.

Sicher sind Wetter und Klima im Nordatlantik rauer und kühler als im Süden Europas - aber milder als man gemeinhin vermutet. Dass große Teile West- und Nordeuropas, wie Irland, Großbritannien und Skandinavien, ein wärmeres Klima aufweisen, als aufgrund ihrer hohen geographischen Breite zu erwarten wäre, liegt am Nordatlantikstrom. Der Nordatlantikstrom ist eine warme Meeresströmung, die den Golfstrom nordöstlich bis nach Europa verlängert und wie eine große Heizung wirkt.

Die Hebriden & der Caledonian Canal

Ein besonderer Höhepunkt der Route ist der Abschnitt durch die Inneren und Äußeren Hebriden und der anschließende Transit durch den Caledonian Canal. Die Hebriden gelten als eines der eindrucksvollsten Segelreviere Europas: eine raue, weitgehend ursprüngliche Inselwelt mit zerklüfteten Küsten, tief eingeschnittenen Buchten und offenen Seestrecken, auf denen Atlantik und Wetter den Takt vorgeben. Hier wechseln sich anspruchsvolle Passagen mit geschützten Ankerplätzen ab, oft vor spektakulärer Kulisse aus Bergen, Moorlandschaften und endlosen Himmeln. Kleine Fischerdörfer, einsame Ankerbuchten und die Nähe zur Natur prägen diesen Teil der Reise – nicht selten begleitet von Delfinen, Seeadlern oder Robben.

Der Caledonian Canal bildet dazu einen faszinierenden Kontrast. Er durchquert Schottland von West nach Ost und verbindet mehrere große Seen – darunter den berühmten Loch Ness – über Schleusen und Kanäle. Statt offener See stehen hier präzise Manöver, Schleusengänge und entschleunigtes Vorankommen im Vordergrund. Der Canal ist nicht nur ein technisches Meisterwerk, sondern auch eine landschaftlich einzigartige Passage: sanfte Hügel, dichte Wälder, spiegelglatte Lochs und historische Schleusenanlagen begleiten die Fahrt quer durch das schottische Hochland. Für viele Segler ist dieser Abschnitt ein emotionaler Höhepunkt – eine seltene Gelegenheit, Hochseesegeln mit einer der eindrucksvollsten Binnenwasserstraßen Europas zu verbinden.

   

   

Leistungen

Im Preis enthalten

  • Unterkunft in Kabine
  • Kosten für Schiff + Skipper
  • Bettdecken und -kissen (Bettbezüge bitte mitbringen)
  • Vollautomatische Rettungsweste mit Life-Belt
  • Persönlicher AIS-Notsender
  • Endreinigung des Schiffes
  • Haftpflichtversicherung für die Yacht und Passagiere

Nicht im Preis enthalten

  • Hafen- und Liegeplatzgelder
  • Kosten für Diesel und Gas (Kochen)
  • Verpflegungskosten (auch des Skippers)
  • Kosten für An- und Abreise
  • Darüber hinaus sind die Buchungshinweise zu beachten.

Sonstiges

Törncharakter

Die Törns auf der SY Atalanta dauern zwischen 10 bis 14 Tagen. Jedem Törn ist ein besonderes Anforderungsprofil zugeordnet. Die Anforderungstufen verlaufen von 1 (keinerlei Kenntnisse erforderlich - einfache & gemäßigte Wetter- und Segel-Bedingungen) bis hin zu 6 (Segelkenntnisse erforderlich - sehr herausfordernde Wetter- und Segelbedingungen). Insofern hat jeder Törn seinen eigenen Charakter. Sie können wählen zwischen einem Törn mit Kindern oder aber auch 4 Tage am Stück auf See sein. Das Revier macht hier den ganz besonderen Reiz aus. 

In der Regel handelt es sich um One-way-Törns. Dies sollten Sie in Ihrer An- und Abreiseplanung berücksichtigen. Auch empfehlen wir mit ausreichend zeitlichem Puffer an bzw. abzureisen.

Ausrüstung

Wind- und wetterfeste Kleidung sowie rutschfestes Schuhwerk sind unbedingt mitzubringen. Dem Revier und der Törnausrichtung angemessen unterliegt die Kleidungswahl ausschließlich dem Zweck, sich den Wetter- und Segelbedingungen anzupassen. Ölzeug ist für Törns der höheren Anforderungsstufen ebenfalls ein Muss. Details zur Ausrüstung erhalten Sie vor der Abreise.

Bemerkungen

Bordsprache: Deutsch & Englisch

Wir sind mit einer Segelyacht unterwegs. Durch die jeweiligen Wind- und Wetterverhältnisse oder andere, außergewöhnliche Umstände können sich kurzfristige Änderungen der geplanten Route ergeben, neue Ziele und alternative Routen sinnvoller sein. Das ist eine der liebenswerten Besonderheiten dieser Urlaubsform. Ein besonderes Augenmerk liegt auf der Sicherheit der Crew und des Schiffs. Trotz aller Varianten, die sich im Verlauf einer Reise ergeben, ist die oberste Priorität (nach der Sicherheit aller), den Zielhafen rechtzeitig zu erreichen. Alle Entscheidungen obliegen dem Kapitän.