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Segeln im Golf von Neapel: Törn ab Procida rund um Capri und Ischia

  geschrieben von Kerstin Neubauer

Phlegräische Inseln, Vulkanfelsen und Dolce Vita – ein Erfahrungsbericht

Manchmal beginnt ein Törn ja gleich mit einem guten Omen. Unseres heißt Saint Raphael. So steht es am Heck der Jeanneau Sun Odyssey 410, die in Procida auf uns wartet – benannt nach dem Erzengel Raphael, dessen Name „Gott heilt" bedeutet und der seit jeher als Schutzpatron der Reisenden, Pilger und Seeleute gilt. Wir drei Frauen – meine beiden Töchter (22 und 19) und ich – nehmen das gern als gutes Vorzeichen.

Segeln vor eindrucksvoller Kulisse. Der imposante Vesuv ist ein dauerhafter Begleiter auf einem Törn durch den Golf von Neapel.

Ein Törn zwischen den bekannten Inseln Ischia und Capri, dem weniger populären Procida und der Festlandküste weckt hohe Erwartungen. Um es vorwegzunehmen: Wir werden nicht enttäuscht. Das überschaubare Revier ist abwechslungsreich, herzlich und auf kleinstem Raum erstaunlich vielfältig. In nur einer Woche pendeln wir zwischen einsamen, mit bunten Häsuern geschmückten Buchten, einem mondänen Jetset-Hafen, gemütlichen Stadthäfen und vulkanischen Stränden. Dazwischen genießen wir Segeln unter idealen Bedingungen und bereichernden Begegnungen, die nachhallen. Als Dauer-Kulisse: der imposante Vesuv.

Das Revier: ein ganzer Golf auf kleinstem Raum

Der Golf von Neapel ist ein Revier der kurzen Wege – und ein durch und durch vulkanisches. Ischia, Procida und das winzige, unbewohnte Vivara bilden zusammen mit Nisida die Phlegräischen Inseln, benannt nach den Phlegräischen Feldern: jener bis heute brodelnden Vulkanregion westlich von Neapel, der die Inseln ihren Ursprung verdanken. Zusammen mit dem etwas abseits gelegenen Capri bilden sie den Kampanischen Archipel. Diese vulkanische Herkunft spürt man - wie auch auf den Liparischen Inseln - überall: im tiefschwarzen Sand, in heißen Quellen, in bizarren Felsformationen.

 

Die Buchten bestechen durch glasklares Wasser und unvergleichliche Blicke auf die Inseln.

Für uns Segler heißt das vor allem: kurze Wege. Das touristisch unscheinbare Procida, das grüne Thermalparadies Ischia und das weltberühmte Capri liegen samt Festlandküste so dicht beieinander, dass der nächste Ankerplatz immer „gleich um die Ecke" wartet. Von Procida sind es nur rund 4 Seemeilen nach Ischia, gut 17 nach Capri, etwa 13 Richtung Neapel; selbst die legendäre Amalfiküste beginnt nach gerade einmal 18 Seemeilen.

Der Ankerplatz unter dem Castelo Aragonese ist ein hervorragender Platz, um Ankern und den Besuch von Porto d´Ischia - inklusive eines schönen Spaziergangs über das grüne Ischia -miteinander zu verbinden.

Diese Dichte ist der wahre Luxus des Reviers. Sie macht das Segeln entspannt, die Törnplanung einfach: Einsteiger haben Spielraum, um nicht unter Druck zu geraten, sportliche Crews finden trotzdem anspruchsvolle Etappen, und wer lieber Hafenluft schnuppert, hat die Qual der Wahl, welchen Hafen er nicht ansteuert. Wer Seemeilen machen will, schafft es in einer Woche auch an die Amalfiküste oder zu den ruhigeren Pontinischen Inseln – beide je ein ganz eigenes Revier. Wir bleiben wir im Kampanischen Archipel seinen phlegäischen Inseln.

Anreise: mit der Überfahrt nach Procida beginnt bereits der Urlaub

Sailitalia rät uns, schon einen Tag vor Törnbeginn nach Neapel zu reisen – ein guter Rat. Die Verbindungen aus Deutschland sind hervorragend, per Flug wie per Bahn: Ich komme aus München, meine Jüngere aus Hamburg, die Ältere mit dem Zug aus Mailand. Wer ohnehin Zwischenstopps plant (Toskana, Rom, Florenz), für den lohnt auch das Auto.

Nach einem entspannten Abend in Neapel trennt uns am Morgen nur noch die kurze Überfahrt vom Starthafen. Ich bin gespannt, denn es gibt Stimmen die behaupten, die Insel sei umständlich zu erreichen. Mitnichten, das Gegenteil ist der Fall. Die hohe Taktung des Fährverkehrs lässt keine Hektik aufkommen. Die Fähre braucht rund 40 Minuten, ist pünktlich und führt mitten durch den Golf. Man blickt auf die Inseln, spürt den Wind, genießt die Aussicht auf den Vesuv – der Urlaub beginnt, noch ehe wir an Bord unseres Charterschiffes sind.

 

Procida ist eine winzige Inseln. Bei Ankunft im separaten Hafenbecken für die Fähren bekommt man von Deck aus bereits einen wunderschönen Blick auf die bunten Häuser.

Unser Tipp: Fährverbindungen filtert und reserviert man bequem über Portale wie directferries.deDas Ticket zieht man am Automaten im Hafen, indem man einfach seine Reservierungsbestätigung unter den Scanner hält. Das erspart die Warteschlange am Schalter. Am einfachsten kommt man mit dem Taxi zum Hafen. Gleich dem Fahrer die Fährgesellschaft nennen und vor der Tür aussteigen. Mit directferries können Sie auch zu anderen Mittelmeer Inseln übersetzen, z.B. Sardinien und Korsika.

Gut zu wissen: Am Flughafen Neapel werben „freundliche" Fahrer gezielt Reisende aus der Taxischlange ab und verlangen am Zielort ein Vielfaches. Bleiben Sie in der Schlange: Das offizielle Taxi zum Fährhafen Molo Beverello kostet zum Festpreis rund 21 bis 24 Euro und braucht 15 bis 20 Minuten.

Die Basis: Ankommen bei Sailitalia auf Procida

Im gut geschützten Yachthafen sind die Wege kurz. Das Urlaubsgefühl lässt nicht lange auf sich warten.

Procida empfängt seine Gäste herzlich und bunt, ganz ohne steriles Marina-Flair. Der Hafen schmiegt sich an den Ort und man ist sofort mitten im Leben: Geschäfte, Restaurants, Supermarkt, das historische Zentrum mit der Terra Murata, alles zu Fuß erreichbar. 

Genauso das Büro von Sailitalia. Es liegt an der Hafenstraße und ist in wenigen Minuten zu Fuß vom Fähranleger zu erreichen. Übrigens liegt der Fähranleger in einem eigenen Becken, getrennt vom Yachthafen. Das bedeutet: kein Lärm, kein Schwell und beim ein- und Auslaufen kein Stress mit dem Fährbetrieb.

Base Manager Luigi Trigilio kennt das Revier wie seine Westentasche. Das Skipperbriefing gibt den Schiffsführern wertvolle Hinweise, damit der Törn gelingt.

Was Sailitalia von manch anderer routinierter Charterbasis unterscheidet, ist die mit Herzlichkeit kombinierte organisatorische und technische Sorgfalt. Alle Abläufe sind akribisch durchdacht, was Raum gibt für entspanntes Miteinander. Der Empfang von Claudia und Sara im Büro ist warmherzig. Alles ist bei unserer Ankunft bereits vorbereitet und der Papierkram dauert nur wenige Minuten. Das Skipperbriefing, das um 15h stattfinden wird, ist gleichermaßen ein klares Zeichen, wie perfekt die Abläufe durchdacht und vorallem auf die Chartergäste ausgerichtet sind.

Das Skipperbriefing von Base Manager Luigi Trigilio wird nicht einfach heruntergebetet: Er gibt seine Tipps weiter, als verrate er sie exklusiv nur unserer Runde. Auführlich erläutert er das Revier, Ankerplätze, Häfen – inklusive Restaurant- und Ausflugtipps. Geduldig beantwortet er unsere Fragen und gibt konkrete Empfehlungen für Törns nach Süden (Capri, Amalfi) sowie nach Norden (Pontinische Inseln) und natürlich zu Procida und Ischia. "Wenn Ihr wollt, bleibt einfach die ganze Woche auf Ischia. Hier gibt es so viel Schönes, da wird Euch keinesfalls langweilig." sagt er lachend. Dass zwei Crews offenkundig zum wiederholten Mal hier starten, spricht ebenfalls für sich: Überzeugte Wiederkehrer sind das beste Zeugnis für Vercharterer und Revier.

Mit viel Spaß und kleinen Scherzen übergibt uns Eleno unsere Yacht.

Check-in und Einweisung übernimmt Eleno – zugewandt, ohne Hektik. Dafür lachen und scherzen wir viel. Hektik gibt es keine. Woher soll die auch kommen? Das Schiff ist in tadellosem Zustand, Ausrüstung und Einrichtung tiptop und blitzsauber als käme es gerade aus der Werft. Dazu - kleine, aber feine Geste zusätzlich zu den kunstvoll gefalteten Handtüchern - hängt am Heck ein persönliches Willkommensschild. Ist mir vorher noch nie begegnet. Auch das Proviantieren ist völlig unkompliziert: Der Supermarkt liegt - wie alles - fußläufig neben dem Büro. Wir müssen noch nicht mal schleppen, denn ein Mitarbeiter karrt uns die Einkäufe bis zum Boot.

Corricella: Kanonendonner zur Begrüßung

Corricella liegt nur wenige Minuten um die Ecke des Hafens – ideal, um noch am Anreisetag auszulaufen, das schafft man immer. Genau das tun wir. Kaum liegen wir fest, jagt uns ein lauter Knall einen Schreck ein: Von der Festung oben krachen Kanonenschüsse, später steigen an mehreren Stellen der Bucht Feuerwerke auf, eine Prozession zieht samt Musikkaplle durch die Gassen und am Wasser entlang.

Wozu das Getöse? Es ist der Abschluss der Feierlichkeiten zu Ehren von San Michele Arcangelo, dem Schutzpatron der Insel. Sie beginnen traditionell am 8. Mai, dem Jahrestag seiner Erscheinung 1535; während der Festwoche wird die Statue des Erzengels in Prozessionen über die Insel getragen, Höhepunkt ist das Feuerwerk über dem Meer. Ein fulminanterer Empfang lässt sich kaum bestellen.

 

In Coricella vor Anker blickt man auf Procida Stadt von der anderen Seite aus. Darüber thront die Terra Murata. Auf der Westseite der weiten Bucht lockt der Aussichtspunkt Elsa Morante.

Dabei ist Corricella schon ohne Pyrotechnik ein Schauspiel. Der Blick auf die übereinandergewürfelten, pastellbunten Fischerhäuser und die darüber thronende Terra Murata ist ein Postkartenmotiv wie aus dem Buche. Die Bucht ist riesig – selbst in der Hochsaison findet sich hier ein Platz. Wer zur Restaurantmeile übersetzen möchte, ankert am besten im nordöstlichen Winkel (Achtung: vorgelagerte Felsen, auf GPS und Navionics aber gut ausgewiesen). Der sandige Grund hält bestens; geschützt liegt man vor allem bei Nord- und Ostwind, bei Südwind kann Schwell hereinstehen.

Unser Tipp: Das Restaurant La Lampara in der Nordost-Ecke der Bucht ist kaum zu überbieten. Hier speist man vorzüglich, leicht erhöht über dem Sporthafen sitzend, mit bester Aussicht aufs Wasser und die bunten Häuser. Für einen der rund zehn Tische direkt am Wasser unbedingt reservieren.

 

Die Terra Murata ist eine sehensswerte Festungsanlage, die man zu Fuß von Procida Stadt aus besichtigen kann. Rundum-Ausblick über den Kampanischen Archipel bis zum Vesuv inklusive.

Sehenswert an Land: Der Aufstieg zur Terra Murata lohnt sich – der älteste, höchste Stadtteil Procidas, eine ummauerte Festungssiedlung rund 90 Meter über dem Meer, einst zum Schutz vor Piraten.

Auf der Westseite der Bucht liegt der Aussichtspunkt Elsa Morante, benannt nach der Schriftstellerin, deren Roman „Arturos Insel" hier spielt. Procida ist zudem Heimat der seit 1627 belegten Karfreitagsprozession „Processione dei Misteri" – die auch in „Der talentierte Mr. Ripley" auftaucht.

Capri: mondän, magnetisch, maßlos

„Capri sehen und sterben", heißt es. Oder schlichter: Capri muss man gesehen haben. Stimmt, denn Capri ist wirklich wunderschön. Und weil das so ist und so viele es auch sehen möchten, lässt Capri sich das gut bezahlen. Dass es einfacher und günstiger als unsere gewählte Variante funktioniert, dazu kommen wir noch. So viel sei vorweggenommen: Eleno wusste es von Anfang an besser.

Vor der Marina Grande geht es hektisch zu. Schwell ist hier Standard. Der ständig ein- und auslaufende Verkehr in den überteuerten Hafen, sowie die Kreuzfahrtschiffe, die Capri ansteuern lassen das Meer nicht zur Ruhe kommen.

Sailitalia hat, wie erbeten, vor der Marina Grande eine Muringboje reserviert. Das Festmachen läuft chaotisch: Welche Boje unsere ist, bleibt lange unklar. Irgendwann tauchen zwei Jungs im Dinghy auf, die hektische Geschäftigkeit vorschützen. Die an der Boje befestigte Leine (besser: das Schnürl), die um unsere Klampe gelegt wird, kommt mir bedenklich dünn vor, und es kostet einige Überredungskunst, die beiden doch recht harschen Helfer dazu zu bewegen, zudem unsere eigenen Leinen durch die Öse zu ziehen.

Für 150 Euro hätte ich mehr erwartet – etwa einen enthaltenen Dinghy-Shuttle an Land (und zurück), der aber 50 Euro extra kostet. Dazu kräftiger Schwell von ein- und auslaufenden Fähren (immerhin gratis). Ein gemütlicher Liegeplatz sieht anders aus. Ankern darf man hier übrigens auch – dann ist das Geschaukel wenigstens kostenlos. Eleno hatte mich gewarnt, aber auch ich konnte deer magischen Anziehungskraft Capris nicht widerstehen.

Insight:
Beim Skipperbriefing staune ich nicht schlecht: Ein großer Kat kostet in der Marina Grande auf Capri in der Hochsaison schon mal 4.000 Euro Liegegebühr – pro Nacht. Damit spielt der Hafen in einer Liga mit Porto Cervo.

Capri ist definitiv einen Besuch wert. Es fällt schwer der Stadt und der Inseln Capri und Anacapri zu widerstehen.

Ciro, der die Bojen betreibt, versöhnt uns mit den erlittenen Strapazen: freundlich, höflich und ohne vorgeschützte Geschäftigkeit, setzt uns am Abend über und holt uns zuverlässig wieder ab. Sein Tipp – mit der Funicolare hinauffahren und später einfach zu Fuß wieder bergab spazieren– ist Gold wert. Kaum oben angekommen öffnet sich ein atemberaubender Blick über den Hafen und die ankernden Schiffe.
Capri-Stadt trägt seinen Reichtum offen zur Schau, eine Luxusmarke reiht sich an die nächste – und doch hat der Ort echt Charme. Die Häuser wirken trotz des Prunks, den sie beherbergen, ursprünglich. Sobald man in eine Seitengasse abbiegt, steht man einsam zwischen stillen, liebevoll gestalteten Naturgärten. Weil wir erst am Abend hinaufkommen, nach dem Abebben der Kreuzfahrt-Tagesgäste, erleben wir sogar ein fast menschenleeres Capri. Auf Ciros Empfehlung essen wir im Ristorante Pizzeria Verginiello – ein echter Volltreffer: aufmerksamer Service trotz vollem Haus, hervorragendes Essen.

Wertvolle Zusatz-Tipps für Capri

Eine Fahrt über Capri und Anacapri mit den Minibussen ist eine vergleichsweise günstige Art, die Insel zu besichtigen.

Anker-Tipps für Capri: Die schönste Art, Capri per Schiff zu besuchen, ist das Ankern auf der Südseite in der Marina Piccola – eigentlich unser ursprünglicher Plan, der am starken Südostwind scheitert. Von dort fährt alle 30 Minuten ein Bus nach Capri-Stadt. Weite Teile der Küste sind privat; wo das Dinghy-Anlanden erlaubt ist, muss man erfragen.
Weitere Variante: Wer mehr Zeit hat, geht in Sorrent in den Hafen und setzt mit der Fähre über – das spart Stress und Geld, und Sorrent ist ohnehin eine Reise wert.

Gut zu wissen: Zur Blauen Grotte darf man mit der eigenen Yacht nicht vorfahren, das ist den Ausflugsbooten vorbehalten. Schöne Alternative ist die Grotta Verde an Capris Südseite: Dort darf man ankern und mit dem Dinghy hinfahren.

Ischia: unser heimliches Zentrum

Ischia wird zu unserem heimlichen Zentrum: Zweimal ankern wir hier und eine Nacht verbringen wir in Porto d'Ischia. Das liegt am Wetter (dazu gleich mehr), vor allem aber an der grünen Schönheit und Herzlichkeit dieser Insel. Hatte Luigi nicht gesagt, "Ihr könnt auch eine Woche nur auf Ischia verbringen und es wird euch nicht langweilig"? Wie Recht er hat!

Castello Aragonese – ankern am Fuße der Burg.

Unseren Lieblingsplatz finden wir auf der Nordseite, direkt unterhalb des Castello Aragonese. Vom Schiff aus blickt man auf Burg und Felsen; mit dem Dinghy fährt man unter der kleinen Brücke hindurch und umrundet ihn. Der Ankergrund hält hervorragend, mit fünf bis sechs Metern ist die Tiefe ideal – das bewährt sich beim zweiten Besuch, als wir mitten in einem kurzen Gewitter bei schlechter Sicht einlaufen und der Anker sofort hält.

 

Die romantische, mittelalterliche Burg ist mit einer Steinbrücke mit Ischia verbunden. Von oben überblickt man u.a. die Naturschutzinsel Vivara.

Hier zu baden und zu schnorcheln ist ein Vergnügen, am Felsen tummeln sich viele Fische. Ein gutes Zeichen, dass sich der Meeresschutz in der Regno di Netturno auszahlt. Wen es an Land zieht, hat die Burg direkt vor der Nase; zudem ist die Bucht eine kostenfreie Alternative, um Porto d'Ischia zu besuchen (mit dem Dinghy kann man mühelos anlanden, dann gut eine halbe Stunde Fußmarsch).

Gut zu wissen: Die Südseite des Castello ist gegen Westwind noch etwas geschützter, aber durch ein Bojenfeld für kleine Fischerboote sehr beengt. Die zwei Bojen für größere Yachten sind belegt – Reservieren ist nicht möglich.

Porto d'Ischia – enge Einfahrt, weite Gastfreundschaft.

Die Hafeneinfahrt ist ein kleines Abenteuer: sehr schmal, etwas uneinsichtig und trotzdem preschen Fähren und einheimische Boote mit Affenzahn hinein und hinaus. Wer aus Vorsicht langsam einfährt, wird prompt angehupt – also mit beherztem Tempo hinein und sofort nach Backbord halten. Dort befinden sich die Gastlieger. Das Tenderboot kommt uns freundlich entgegen, die Marineros helfen beim Festmachen, ganz ohne Hast und das Geschrei, was man aus manch anderen Häfen kennt. Für unsere 42-Fuß-Yacht fallen 150 Euro Liegegebühr an, die neben kostenlosem Wasser und Strom auch die Besucherpauschale für Ischia und saubere Sanitäranlagen beinhalten.

 

Porto d´Ischia ist ein wunderschöner, bodenständiger Stadthafen. Zudem bietet er besten Schutz und Versorgungsmöglichkeiten.

Der Hafen ist so dörflich, dass wir uns sofort wohlfühlen; wie in Procida ist man gleich mitten in der Stadt, die viel bodenständiger und weniger chic als Capri ist, aber durchaus sehr reizvoll. Westlich und östlich von Porto d ´Ischia liegen große Strände, die Segler aber besser von der Wasserseite besuchen sollten: Ankern und Baden sind kostenlos, Strandgäste müssen Eintritt und Sonnenliegen bezahlen.

Das Essen ist in Süditalien überall fabelhaft. Die schmackhaften Zutaten und die unnachahmliche Zubereitung macht auch einfache Gerichte zum Gedicht.

Entlang der Hafenmeile reiht sich Restaurant an Restaurant. Man wird schwer umworben. Wie im Süden üblich versucht jeder Gastwirt die Menschen von seinem Lokal zu überzeugen. Dennoch: Touristenfallen sind das keine. Auch die Einheimischen verkehren hier, die Preise sind moderat, das Essen sieht überall sehr verlockend aus. Auf Empfehlung unseres Weinverkosters Marco (von ihm ist im nächsten Abschnitt zu lesen) landen wir im Ristorante L'Altra Mezzanotte und speisen vorzüglich. Ein Empfehlung, die ich gerne weitergebe.

2.000 Jahre alt und noch immer ein Highlight: Perrazzo Vini d'Ischia.

2000 Jahre alt ist der Keller, den einst die Römer in den Fels gehauen haben, um Wein und Lebensmittel kühl zu lagern.

Das eigentliche Highlight organisiert uns Sara aus dem Büro: eine Weinverkostung bei Perrazzo Vini d'Ischia. Gegründet 1880 ist sie die älteste Weinkellerei der Insel. Und die geschichtsträchtigste. Inhaber Marco Perrazzo hat als wir ankommen noch eine andere Führung, empfängt uns aber herzlich zwischendurch. Kurzerhand stellt er uns Stühle und einen kleinen Tisch vor die Tür, denn seine Weinkellerei hat keinen Gästebetrieb. Plaudernd reicht er uns rasch einen kühlen Rosé und einen Aperitivo – da macht das Warten nichts.
Dann nimmt er uns mit auf die Reise in die Vergangenheit: In seinen 2.000 Jahre alten, von den Römern gegrabenen Tuffkeller, in dem über 12.000 Flaschen Jahrgangswein lagern. Etliche originale Gerätschaften aus mehreren Jahrhunderten sind hier ausgestellt, manche funktionieren sogar noch.

Es ist keine klassische Führung. Es ist ein Eintauchen in Jahrtausende alte Geschichte, in die Zeit der Römer, aber auch in die Neuzeit. Die Famiie Perrazzo ist bspw. immer noch im Besitz einer Weinpresse, die zur Gründung von Ferrari hergestellt wurde. Zu jedem Stück weiß Marco eine faszinierende Geschichte zu erzählen.

Nach der Besichtigung des Weingewölbes, geht es zurück in den nicht minder beeindruckenden und mit allerlei Inventar ausgestatteten Vorraum. Hier geht die Reise weiter: Geschichtsunterricht, Anekdoten aus der Familiendynastie, Hintergründe zur Weinkelterei und Klatsch aus der Regenbogenpresse. Es ist alles, nur keine klassische Führung. Marco plaudert - übrigens auf Deutsch - mit uns, als schlössen wir gerade auf einer Party innigste Freundschaft.

„Ihr steht in meinem Wohnzimmer", sagt er enthusiastisch.

Und genau so fühlt es sich an: Sessel, Vitrinen, Nippes und unzählige Bilder sind Zeitzeugen einer Weindynastie, zu deren Gästen Prominente von Coco Chanel, über die Regenten von Monaco bis hin zu Franz Beckenbauer zählten. Hier geht es nicht um Wein allein, sondern um ein Stück echte Kultur. Das Erlebnis bleibt uns nachhaltig in Erinnerung. Der Wein, es muss wohl kaum erwähnt werden, ist spitze; und weil Perrazzo auch einen Weinhandel in München betreibt, ist der Nachschub für uns daheim gesichert.

 

"Willkommen in meinem Wohnzimmer!". Zwischen Plüschsofa und allerlei Mobiliär und Erinnerungsstücken lauschen wir fasziniert Marcos Erzählungen.

Weil Häfen und Buchten auf Ischia so eng beieinanderliegen, dehnen wir die unsere Tagesetappen nach Lust und Laune aus. Wir füllen sie mit Baden und herrlichem „Gaudi-Segeln", bei dem wir Wind und die feinen Segeleigenschaften der Saint Raphael einfach auskosten ohne auf eine Richtung oder Meilen-runterreißen festgelegt zu sein. Wir segeln in dieser Woche übrigens an jedem Tag – auf einem Wochentörn nicht selbstverständlich und für mich ein weiterer Grund, wiederzukommen.

 

Baden, Segeln, Genießen, Bummeln. Das kleine Revier lässt die größten Freiheiten bei der Tagesgestaltung.

Miseno: ein 1A-Plan-B

Der Westwind bläst wie ganze Woche weiterhin kräftig und soll auch über Nacht nicht nachlassen. In einen Hafen wollen wir dennoch nicht – also wird Miseno auf dem Festland unsere sichere Ausweichbucht. Vor dem Wind liegt man hier nicht zu 100% geschützt, vor den Wellen dafür umso besser, und der Ankergrund hält mal wieder ausgezeichnet.

Den besten Platz vor der Isola Pennata haben sich die Blauwasser-Segler gesichert. Das offizielle Liegeverbot wird hier offensichtlich nicht ganz streng gesehen.

Den schönsten Platz hat man direkt vor der Isola Pennata (offiziell nicht erlaubt, ein paar Boote liegen trotzdem dort). Aber auch wer mitten in die Bucht ankert, wie wir, genießt einen fantastischen Rundumblick: im Nordosten die Isola Pennata, im Norden eine aufragende Felsküste, im Süden die Punta Sarparella und dahinter das Capo di Miseno.

Gut zu wissen: Die Anfahrt ist etwas tricky. Am Kap herrschen kräftige Kap-Effekte, dazu reger Fährverkehr von und nach Neapel. Die Einfahrt ist zwar breit, wird aber durch vorgelagerte Fischfarmen, Durchfahrtsverbots-Zonen und Felsen am Eingang beengt – also vortasten. Die Bucht selbst ist riesig; Platzprobleme gibt es auch in der Hochsaison nicht.

Die allabendliche Belohnung dieser Woche: Ein wunderschöner Sonnenuntergang.

Beim Umschauen sind wir uns einig: keine reine Plan-B-Bucht. Restaurants, die Isola Pennata, der Lido Schiacchetiello und die Grotta dello Zolfo – Miseno hat einiges zu bieten. Den starken Westwind (gut 5 bft in den Böen) spüren wir deutlich, doch ohne Wellen liegen wir ruhig; dass wir uns auf Anker und 70 Meter (!) Kette verlassen können, wissen wir da längst.

Spiaggia di Silurenza: schwarzer Sand und Bier per Funk

Letzter Tag, zurück nach Procida. Zum Badestopp wählen wir die Spiaggia di Silurenza – die zweite der beiden Buchten gleich um die Ecke der Basis. Weil wir noch herrlichen Wind haben, segeln wir vom Festland herüber und aus Lust noch ein bisschen länger. Das einzig Heikle ist der dichte Fährverkehr: Unter Segeln fühlt man sich ein klein wenig, als überquere man als Schildkröte eine Autobahn.

 

Zum Beginn oder zum Abschluß eines Törns ist die Spiaggia di Silurenza ideal. Der vorbeiströmende Fährbetrieb stört hier in der Bucht ganz und gar nicht.

In der Bucht selbst ist es beschaulich; außer uns liegen nur zwei Boote da. Der Strand ist – wie überall auf dem vulkanischen Procida – tiefschwarz: feiner, dunkler Sand aus verwittertem eisen- und magnesiumreichem Gestein, ein hübscher Kontrast zu den satt-grünen Bäumen und den weißen Häusern dahinter.

Badend zum Bierholen und freundliche Nachbarn kennenlernen, die von dem Revier genauso begeistert sind wie wir.

Persönliche Anekdote: Eigentlich müssten wir - wie nach einer Woche Chartertörn üblich - am Freitagabend zurück in die Basis. Doch wir haben Glück! Auf meine Nachfrage ist Sailitalia aber einverstanden, dass wir erst Samstag um acht reinkommen – eine geschenkte Extra-Nacht draußen. Die Freude trübt sich nur kurz beim Blick in den Kühlschrank: Das Bier ist alle. Die Nachbarcrew steht an Deck, aber außer Rufweite. Also greife ich zum Handfunkgerät und brülle „Channel 72" hinüber. Auf meine Frage, ob sie ein paar Bier übrig hätten, purzeln erst die Fragezeichen durch den Äther; dann schauen sie nach: acht Bier können sie abtreten. Meine Jüngste und ich werfen uns in die Neopren-Shorties und schwimmen mitsamt wasserdichtem Packsack hinüber. Es sind witzige Spanier aus Madrid; fast eine Stunde reden wir über dieses und andere Reviere. Nummern werden getauscht – wir schreiben uns bis heute.

Furioses Finale

Auf einen beschaulichen Abend mit grandiosem Sonnenuntergang folgt – allen Vorhersagen zum Trotz – ein immenses Gewitter. Irgendwie schließt sich der Kreis: Getöse zu Beginn, Getöse zum Schluß.

 

Auch am Morgen peitscht uns der Wind mit sieben Beaufort den Regen ins Gesicht. Keine schöne Aussicht, um den Anker zu lichten. Auch nicht die Aussicht, zweimal anzulegen: erst zum Tanken, dann am Steg. Ich rufe die Basis an. Luigi ist die Ruhe selbst. Er sichert mir zu, dass sie von Sailitalia das Tanken übernehmen. Ein Tenderboot kommt uns an der Hafeneinfahrt entgegen, um uns zu geleiten und beim Anlegen zu helfen. Rückwärts bei sieben Beaufort an den Steg ist kein Vergnügen – doch mit Tender, Marineros und kräftigem Bugstrahlruder gelingt es glatt.

Charterbasis Sailitalia auf Procida verfügt über 24 bestens gepflegte Yachten (Monohulls 30–52′, Katamarane 40–52′)

 

Der Törn endet, wie er begann. Unkompliziert, freundlich, herzlich. Beim Check-out ist es wieder Eleno, der uns in Empfang nimmt – und gleich sagt, er sei froh, uns zu sehen. Nachts um vier, als das Gewitter losbrach, habe er an uns denken müssen.

"I woke up at 4 a.m. when the thunderstorm broke, and I immediately thought of you. It’s great that you’re back!"

So etwas wärmt das Herz. Hier geht es immer zuerst um die Menschen, nicht um eine nüchterne Charterabwicklung. Natürlich will er auch wissen, wie uns Capri gefallen habe. Die Antwort ist bereits gegeben. er kommentiert mit einem lachenden "I told you so!"
Für das Tanken müssen wir übrigens keine Extragebühr entrichten, wir zahlen schlichtweg nur den Sprit. Viel ist es nicht – schließlich sind wir in dieser (zu kurzen) Woche sehr, sehr viel gesegelt. Dem Wind und Saint Raphael sei Dank.

Wind, Wetter und Nautik: Wie anspruchsvoll ist das Revier?

Der Golf von Neapel ist ein dankbares Revier, das man sich so entspannt oder so sportlich gestalten kann, wie man möchte. Im Sommer dominiert die Thermik: morgens schwacher Wind aus Nord bis Nordost, nachmittags zuverlässig Süd bis Südwest mit zwei bis vier Beaufort, abends Flaute. In Frühjahr und Herbst mischen kräftigere Lagen mit – der Tramontana aus Nord bis Nordwest mit harten Fallböen, der feuchte Scirocco aus Südost.

Wir erwischen diese Übergangszeit samt den Ausläufern eines Tiefs: meist Nordwest, tagsüber drehend auf Süd. Das erklärt unseren Hang zu gut geschützten Buchten gen West und Nordwest; nachts weht es zeitweise kräftig, an mehreren Abenden vier bis fünf Beaufort. Der schöne Nebeneffekt: Wir segeln jeden Tag – bei zunehmendem Wind binden wir von Anfang an zwei Reffs ins Groß und geraten nie unter Druck.

Der Ankergrund ist überall gut. Zudem ist unser Sailitalia-Schiff mit exzellentem Anker und 70 (!) Metern Kette ausgestattet, so konnten wir problemlos auch bei kräftigerem Wind vor Anker liegen.

Baden war sogar schon im Mai möglich. Um länger zu schwimmen oder zu schnorcheln ist ein Neoporen sehr zu empfehlen. 

Worauf man achten sollte:

  • Fallböen: An der Ostseite von Ischia wird der Westwind von den Erhebungen der Insel geblockt und fällt dann schlagartig als Bö wieder ein – ungemütlich zu steuern.
  • Fähren: Sie tauchen in den Fahrrinnen wie aus dem Nichts auf, sind schnell und ändern ihren Kurs nicht. Besonders zwischen Miseno und Procida kreuzt man regen Verkehr – aufregend, aber mit etwas Umsicht absolut beherrschbar.

Noch mehr Revier: unsere Empfehlungen für die Phlegäischen Inseln

Eine Woche, drei Inseln, ein Stück Festland – und trotzdem bleibt vieles unentdeckt. Was wir windbedingt nicht selbst angelaufen konnten, sei Ihnen dennoch ans Herz gelegt.

Auf Ischia lohnt der Süden mit dem geschützten Hafen Sant'Angelo und, ganz in der Nähe, den vulkanischen Kuriositäten der Küste: den frei zugänglichen Fumarolen am Maronti-Strand, wo der Sand so heiß ist, dass man darin kocht, und der Baia di Sorgeto mit ihren von der Erde gewärmten Naturbecken (auch per Taxiboot ab Sant'Angelo erreichbar).

An der Westseite liegt der hübsche Hafenort Forio – dort verwöhnt das versteckte Kantharos (zugleich Weinhandlung) mit saisonaler Küche und Meerblick, während das Seasons direkt am Strand liegt.

Im Norden verbinden sich Natur und Wellness: die Ankerbucht San Montano zum Baden und Schnorcheln und, vom Hafen Casamicciola fußläufig erreichbar, der Thermalpark 'O Vagnitiello mit Meerwasser-Pools und Blick auf Vesuv und Neapel.

Auf Procida ankert man bei ruhigem Wetter östlich der Naturschutzinsel Vivara oder, in der hübschen Cala del Pozzo Vecchio und freut sich, dass man so den überteuerten Strand-Liegepreisen entgeht.

Extra-Tipp: Diesmal hatten wir kein SUP an Bord , ein bedauerlicher Fehler. Für dieses Revier mit seinen vielen kleinen Buchten lohnt sich ein Stand-up-Paddle definitiv.

Und dann locken am Horizont die beiden großen Nachbarn: die Amalfiküste im Süden und die Pontinischen Inseln im Norden – jeweils ein eigenes Revier für ein bis zwei Wochen, dem wir je noch einen eigenen Bericht widmen werden. Auf der Seite von unseren Kollegen der CHARTERBAR finden Sie einen Routenplan für einen Segeltörn entlang der Amalfiküste.

 

Grüne Inseln, feine Buchten, romantische Häfen, beste Küche. Der Golf von Neapel ist ein Revier zum Wiederkommen.

Rund um den Törn: Neapel und Pompeji

Ein Plädoyer fürs Drumherum und Zusatztage bei An- und/ oder Abreise: Planen Sie vor oder nach dem Törn ein, zwei Tage für Neapel ein. Wir teilen die Rückreise bewusst und machen noch einmal in der Stadt Station – das entzerrt die Heimreise und schenkt uns einen ganzen Tag Pompeji. Durch die freigelegte Ruinenstadt zu laufen ist schlicht beeindruckend; buchen Sie unbedingt eine Führung. Wer den Besuch in den Törn einbauen möchte, geht in Castellammare di Stabia in den Hafen und fährt von dort mit dem Zug nach Pompeji.

Häufige Fragen zum Segeln im Golf von Neapel

Nachfolgend einige häufige Fragen, die uns zu einer Yachtcharter im Golf von Neapel erreichen. Kontaktieren Sie uns gerne, damit wir Ihnen alle Ihre Fragen in einem persönlichen Gespräch beantworten können.

Ist das Revier für Anfänger und Familien geeignet?

Ja. Kurze Distanzen, guter Ankergrund und viele Häfen machen es gut beherrschbar – wir waren als kleine Crew mit nur einer erfahrenen Seglerin unterwegs. Sportlich gestalten lässt es sich trotzdem.

Welche Ausgangshäfen gibt es für einen Törn im Golf von Neapel?

Neben Procida können Sie in diesem Revier auch ab Pozzuoli oder Salerno starten.

Sollte man in Capri in den Hafen oder an eine Boje?

Beides ist teuer und trubelig. Die schönste Variante per Schiff ist das Ankern in der Marina Piccola (passendes Wetter vorausgesetzt); alternativ ab Sorrent mit der Fähre übersetzen.

Kann ich Amalfiküste oder Pontinische Inseln anhängen?

Ja, beide liegen nur wenige Seemeilen entfernt und bei einer entweder-oder-entscheidung problemlos mit den Phlegräischen Inseln kombinierbar. Um alles auch wirklich auskosten und genießen zu können, empfehlen wir dafür einen Zwei-Wochen-Törn

Lassen Sie sich persönlich beraten

Die Inselwelten und Küstenregionen im Golf von Neapel sind so vielseitig, dass ein Wiederkommen nahezu obligatorsich ist. Wir finden für Sie das passende Schiff und beraten Sie zum Törn. Fordern Sie Ihr individuelles, tagesaktuelles Angebot an oder lassen Sie sich in Ruhe persönlich beraten.

Büro München
Telefon: +49 89 829988-0
E-Mail: info@charterwelt.de

Gern auch per Online-Beratung – wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

Fazit: kleines Revier, große Reise

 

Der Golf von Neapel überzeugt mit Vielfalt auf kleinstem Raum, mit Herzlichkeit und mit seiner Flexibilität – ein Revier für entspannte Genießer wie für sportliche Crews, für Bareboat-Fans wie für alle, die sich etwas gehobene Qualität gönnen möchten.

Gut zu wissen: Bei Sailitalia ist im Charterpreis alles enthalten – kein Aufpreis für Außenborder, Dinghy, Bettwäsche oder Endreinigung; das relativiert den ersten „teuer"-Eindruck deutlich.

Ob ab Procida mit Sailitalia, mit Skipper, Crew oder in der Flottille: Wir finden gemeinsam mit Ihnen das passende Schiff und den passenden Törn.

Auf einen Blick

Kartenausschnitt Google Maps Golf von Neapel
Die Phlegräischen Inseln im Golf von Neapel: Quelle: Google Maps
  • Reiseziel: Golf von Neapel mit den Phlegräischen Inseln (Ischia, Procida, Vivara, Nisida) und Capri – ein vulkanisch geprägtes Revier der kurzen Wege, überragt vom Vesuv.
  • Distanzen ab Procida: Ischia ca. 4 sm · Capri ca. 17 sm · Neapel ca. 13 sm · Amalfiküste ca. 18 sm. Währung/Zeitzone: Euro · MEZ/MESZ.
  • Anreise: Flug oder Bahn nach Neapel, Fähre nach Procida (ca. 40 Min); Auto möglich.
  • Ausgangshäfen: Procida, Pozzuoli, Salerno.
  • Charterbasis Sailitalia auf Procida: 24 Yachten (Monohulls 30–52′, Katamarane 40–52′), dazu Yacht mit Skipper oder Crew, Flottillensegeln, Transfer- und Proviantierungsservice.
  • Beste Reisezeit: Mai bis Oktober; Baden ab dem Frühjahr. Im Sommer verlässliche Thermik, Vor-/Nachsaison leerer und wechselhafter.
  • Wind: Sommers thermisch (morgens N/NO, nachmittags S/SW, 2–4 Bft, abends Flaute); Frühjahr/Herbst kräftiger (Tramontana N/NW mit Fallböen, Scirocco SO). Vorsicht vor Fallböen an der Ostseite Ischias und vor schnellen Fähren in den Fahrrinnen.
  • Kosten & Leistung: Liegeplätze/Bojen gehoben, rund 150 € pro Nacht; Essen zu dritt meist um 100 €.
  • Nationalpark Regno di Nettuno 30 €/Woche/Boot (vor Ort zu entrichten).
  • Ausrüstung: SUP fürs Revier sehr empfehlenswert.