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Yachtcharter auf den Kapverdischen Inseln

Yachtcharter auf den Kapverdischen Inseln

Gut 450 Kilometer vor der Küste Afrikas liegt das Charterrevier der Kapverden. Die berühmt-berüchtigten Kapverdischen Inseln mitten im Zentralatlantik gehören aufgrund ihrer Vegetation geografisch zur Gruppe "Makaronesien". Makaronesien bedeutet vielsagend „Inseln der Glückseligkeit“. Der Archipel besteht aus 15 Inseln, von denen neun bewohnt sind. Sie werden in die Ilhas de Barlavento (Inseln über dem Wind im Norden) und Ilhas de Sotavento (Inseln unter dem Wind im Süden) aufgeteilt. Der Name verrät es schon: Wind gibt es bei Ihrer Yachtcharter auf den Kapverden reichlich. Bis 1975 waren die Kapverden portugiesische Kolonie. Noch heute verbinden sich hier portugiesische, brasilianische und afrikanische Einflüsse. Alles, auch die Landschaft, ist einfach, fast provisorisch, und absolut ursprünglich. Die Kapverden sind ein weitläufiges, nahezu unberührtes Hochseerevier in der Weite des Atlantiks. Fern vom Marinatourismus sind Seemannschaft und Anpassungsfähigkeit gefragt. Herausfordernd sind der teilweise starke Passatwind und der Schwell an vielen Ankerplätzen. Außergewöhnliche Erfahrungen bucht man bei diesem Chartertörn gleich mit. Spektakuläres Abenteuer: eine Fahrt ins Inselinnere von Fogo ganz im Süden des Inselbogens. Ihren Namen erhielt die Insel übrigens nach der heftigen Eruption von 1680, als deren Folge der Vulkan Pico do Fogo (2.829 m) der Schiffahrt lange Zeit als weithin sichtbarer, natürlicher Leuchtturm diente. Den Namen Kapverden (grüne Felsen) trägt die Inselgruppe heute zu unrecht: Kaum Wasser und wenig fruchtbarer Boden. Aufgrund klimatischer Einwirkungen gleicht heute keine Insel der anderen – flache Wüstenlandschaften und weiße Sandstrände gelten als ebenso kennzeichnend wie auch Vulkan- und Berglandschaften. Mehr Infos zum Revier.

  • Stützpunkte
  • Bewertung
  • Wissenswertes
  • Wind & Wetter
  • Törn 1 Woche
  • Törn 2 Wochen
Stützpunkt Partner
Sao Vicente:
Mindelo
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Wind/ Anspruch 5 von 5 Charterwelt-Sterne
Familienfreundlichkeit 1 von 5 Charterwelt-Sterne
Marina/ Infrastruktur 2 von 5 Charterwelt-Sterne
Natur/ Umgebung 4 von 5 Charterwelt-Sterne
Gastfreundlichkeit 3 von 5 Charterwelt-Sterne
Unterhaltung/ Nightlife 1 von 5 Charterwelt-Sterne
Kulinarik 2 von 5 Charterwelt-Sterne
Kultur 2 von 5 Charterwelt-Sterne

Fazit: Die Kapverden sind ein weitläufiges, nahezu unberührtes Hochseerevier in der Weite des Atlantiks. Fern vom Marinatourismus sind seglerische Erfahrung und Können sowie Seemannschaft und Anpassungsfähigkeit gefragt. Wer dem fordernden Passsatwind trotzen kann, wird hier einen unvergesslichen Törn erleben.

  • Geschichte: 1445/1456 Entdeckung der noch unbewohnten Inseln durch Portugal. 1975 Unabhängigkeit von Portugal.
  • Landessprache: Portugiesisch, Krioulo.
  • Fakten: Landfläche 4.033 km², ca. 500.000 Einwohner auf neun bewohnten Inseln.
  • Währung: Kapverdischer Escudo (CVE), an den Euro gekoppelt. 1 Euro = 110 CVE.
  • Zeitunterschied: MEZ minus 2 Stunden/MESZ minus 3 Stunden. Keine Sommerzeit.
  • Entfernung: ca. 5.000 km; Flugzeit nach Sal ca. 6 Stunden, Anschlussflug Sal-Sao Vicente ca. 1/2 Stunde. 
  • Gezeiten: Tidenhub bis ca. 1,7 m.
  • Einreisebestimmungen: Für die Einreise ist ein Visum erforderlich.
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov
Windwahrsch. > 4 bft 83% 89% 92% 89% 82% 79% 59% 46% 42% 71% 81% 83%
Lufttemp. Ø in °C 25 25 26 26 27 28 28 29 30 29 28 26
Wassertemp. Ø in °C 23 22 22 23 23 24 24 25 26 27 26 24
Regentage im Ø 0 0 0 0 0 0 2 5 6 4 1 1

Das ganze Jahr über ein ideales Segelrevier für Hochseesegler. Der Passat bringt zuverlässige Winde aus Nordost mit Stärke drei bis sechs, die örtlich von Kap- und Düseneffekten noch verstärkt werden. Am meisten Wind gibt's zwischen November und März. In der Zeit kann auch der trockene Wüstenwind Harmattan Sand und schlechte Sicht bringen. Die Sommermonate sind ruhiger. Trotz karibischer Wasser- und Sonnenverhältnisse besteht keine Hurricane-Gefahr.

Reisetag
Tag 1 Anreise Sao Vicente
Tag 2 Tarrafal (San Antao) 22 sm
Tag 3 San Antao
Tag 4 Santa Luzia 25 sm
Tag 5 Tarrafal (Sao Nicolau) 40 sm
Tag 6 Sao Nicolau
Tag 7 Sao Vicente 66 sm
Tag 8 Rückgabe
Reisetag
Tag 1 Anreise Sao Vicente
Tag 2 Santa Luzia 15 sm
Tag 3 Tarrafal (Sao Nicolau) 25 sm
Tag 4 Sao Nicolau
Tag 5 Boavista 95 sm
Tag 6 Boavista
Tag 7 Maio 45 sm
Tag 8 Maio
Tag 9 Tarrafal (Santiago) 35 sm
Tag 10 Santiago
Tag 11 Carrical (Sao Nicolau) 80 sm
Tag 12 Sao Nicolau
Tag 13 Sao Vicente 40 sm
Tag 14 Sao Vicente
Tag 15 Rückgabe
Inseln hinter den Säulen des Herakles: Charterpreise Azoren, Kanaren und Kapverden
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Revierbeschreibung Kapverdische Inseln

Um es vorweg zu nehmen: Die Kapverden sind kein Segelrevier für entspanntes La-Paloma-Segeln. 15 Inseln in teils beträchtlicher Entfernung im offenen Atlantik verlangen einer Chartercrew oft alles ab. Eine Yachtcharter wird hier schnell zu einer sportlichen Herausforderung, der sich nur erfahrene Segler und Crews stellen sollten.
1456 entdeckten portugiesische Seefahrer den aus 15 Inseln bestehenden Archipel. Die Inseln werden in zwei Gruppen unterteilt: in barlavento, d.h. im Wind und sotavento, unterm Wind. Im Norden sind die Inseln dieses Segelreviers nach Heiligen benannt: São Nicolau, São Vicente und Santo Antão. Diese Inseln sind regenreich und werden deshalb auch die Agrarinseln genannt. Die mittleren Inseln dieses Segelreviers, Maio und Sal, bestehen hauptsächlich aus Salz und Sand. Auf Brava, einer der wildesten Inseln im Süden, fühlen sich vor allem Blumen wohl. Üppig, beinahe verschwenderisch blühen hier Hibiscus und andere südländische Blütenpflanzen. Die Menschen dagegen sind fast alle ausgewandert. So sind Santa Lucia, Branco und Razo barlavento und die Gruppe Ilhéus Secos sotavento unbewohnt.
Die Hauptinsel des Segelreviers der Kapverden ist Santiago mit der Inselhauptstadt Praia. Diese Insel diente zu Zeiten des Sklavenhandels als Umschlagplatz auf dem Weg nach Amerika. Auf dem florierenden Boavista, der östlichsten Insel wird mit natürlichen Salz gehandelt, welches hier in großen natürlichen Salinen abgebaut wird. Die spektakuläre Insel Fogo besteht vor allem aus einem Vulkan, dem 2.829 m hohen Pico de Fogo. Dieser brach letztmalig 1995 aus. Der vulkanische Ursprung ist allen Inseln gemein.
Wie anspruchsvoll das Yachtcharter-Revier ist an der nahezu endlosen Liste der auf den Kapverden im Laufe der Geschichte gestrandeten Schiffe auszumachen. Die Schiffe verunglückten, weil sie mit ungenauen Seekarten ausgestattet waren. Zudem soll eine geologische Störung des Magnetfeldes die Navigationsinstrumente getäuscht haben. Hartnäckig geleugnet wird von den Einheimischen das Gerücht, wonach ihre Vorfahren Laternen an die Schwänze ihrer Esel banden und sie nachts am Strand auf und ab führten. Strandete ein Schiff, wurde es bis auf den letzten Nagel geplündert.
Yachtcharter-Stützpunkte auf den Kapverdischen Inseln gibt auf Sao Vincente im Nordwesten in der Marina Mindelo sowie auf der Insel Sal in Palmeiras. Beide Inseln lassen sich direkt von Europa via Lissabon anfliegen. Zwischen den Inseln können Sie recht unkompliziert per Inselhüpfer hin- und herfliegen. In Mindelo gibt es eine vergleichsweise moderne Marina, was auf den übrigen Inseln eher nicht der Fall ist. Während Ihres Charterurlaubs wird vorwiegend an Steinpieren angelegt oder geankert. Das wird allerdings oft eine ungemütliche Angelegenheit. Die Entfernungen zwischen den Inseln sind beträchtlich und nicht zu unterschätzen. Zum Beispiel beträgt die Entfernung zwischen Sao Vincente und Santiago mit der Hauptstadt Praia ca. 100 sm. Das macht eine exakte Törnplanung mit genauen Wetterbeobachtungen während Ihres Yachturlaubs unerlässlich. Die nautische Infrastruktur ist recht dürftig. Für Ihre Yachtcharter ist eine gewisse Revierkenntnis von Vorteil.
Die meisten Besucher der Kapverden sind europäische Touristen. Viele von ihnen bleiben gleich auf Sal - wo es den größten Flughafen gibt. Auf Sal finden Sie endlose Strände in Hülle und Fülle, kräftigen Wind und eine erhabene Dünung. Vor allem von November bis Juni, wenn die Insel kräftigen Winden ausgesetzt ist, wird Sal zum Eldorado für Surfer und Wellenreiter. Dies ist auch die beste Zeit für abenteuerlustige Yachtcharter-Segler. 
Auf jeden Fall brauchen Sie ein Visum und einen mindestens noch sechs Monate gültigen Reisepass.

Windverhältnisse Kapverdische Inseln

Die Kapverden sind ein Ganzjahresrevier für Segler. Die Inseln liegen im direkten Einfluss des ganzjährigen Nordostpassats. Die beste Zeit für eine Yachtcharter ist zwischen November und Mai. Dann liegen die mittleren Windgeschwindigkeiten bei rund zehn Knoten liegen, von Dezember bis April bei 20 Knoten. Mitunter bedeutet das Starkwind und stürmische Passagen zwischen den Inseln. Flauten sind selten, aber auch heftige Stürme so gut wie unbekannt. Das Klima ist angenehm: Die Temperaturen betragen im Mittel zwischen 19 Grad in Januarnächten und 29 Grad an Septembertagen, wobei der Tag/Nacht-Unterschied selten fünf Grad übersteigt. Die Sonnenscheindauer beträgt sechs bis zehn Stunden pro Tag bei 360 Sonnentagen im Jahr. Das Wasser ist zwischen 21 und 27 Grad warm.
Insgesamt gehören die Kapverden zu den anspruchsvollsten Yachtcharter-Revieren. Dies liegt zum einen an den beschriebenen Windverhältnissen. Zum anderen entstehen zwischen den Inseln heftige Düseneffekten mit nicht unerheblichen Strömungsverhältnissen. Segler haben während des Törns mit einer fast unerklärlichen Kompass-Missweisung von bis zu 13 Grad zu kämpfen. Schließlich werden aufgrund der großen Entfernungen zwischen den Inseln bei Ihrem Yachturlaub teilweise Nachtfahrten notwendig.

Für wen eignet sich das Segelrevier Kapverdische Inseln?

Das Segelrevier der Kapverden sind etwas für eingespielte Crews, deren Interessenschwerpunkt auf ihren Chartertörns sportliche Tagesetmalen bei anspruchsvollen Windverhältnissen liegt. Denn genau das erlebt man hier während des Segeltörns. In einer herrlichen Kombination mit der bizarren, teils fremdartig anmutenden, aber stets spektakulären Insellandschaft des Archipels. Die Kapverden sind eines der weltweit anspruchsvollsten Charterreviere und für Familien oder entspanntes Sommersegeln definitiv nicht geeignet. Für Naturliebhaber kann auch eine Yachtcharter, bei der sich Segeltage mit Inselausflügen abwechselt, eine tolle Variante sein. Für eine Yachtcharter auf den Kapverden muss - neben seglerischem Können und Erfahrung - immer ein Schuss Abenteuerlust mit dabei sein.

Marinas/ Infrastruktur Kapverdische Inseln

Die nautische Infrastruktur auf den Kapverden ist überschaubar. Das ist eine zusätzliche Herausforderung während des Chartertörns, da das Revier Skipper und Crew ohnehin einiges abverlangt. In der gesamten Inselgruppe gibt es mit Mindelo nur eine einzige Yachtcharter-Marina, die modernen Ansprüchen genügt und eine Vollversorgung gewährleistet. Generell werden die Segelyachten an den Steinpieren rund um die Fähranleger festgemacht oder, was ebenfalls Regel ist, es wird vor den Orten der Inseln geankert. Hier sind unruhige Nächte während Ihres Bootsurlaubs oft vorprogrammiert. Natürlich gibt es auf den Kapverden auch traumhaft schöne Ankerbuchten. Bei der Auswahl ist jedoch immer Vorsicht geboten, da der Schwell Ihnen schnell einen Strich durch die Rechnung machen kann. Planen Sie in einer Bucht zu übernachten, sollten Sie rechtzeitig und mit ausreichend Zeitpuffer eintreffen, damit Sie ggf. eine andere Übernachtungsmöglichkeit für Ihr Charterschiff suchen können. Auf Betonnung und Befeuerung sollten Sie sich während Ihres Segeltörns nicht verlassen. Einen kapverdischen Wetterservice gibt es nicht; am besten nutzen Sie die Vorhersagen im Internet.

Land und Leute und ihre Gastfreundschaft

Rund 450.000 Einwohner bevölkern die Kapverden heute. Davon leben 236.000 auf der Hauptinsel Santiago. Dass das Kapverdische Volk aus vielen unterschiedlichen Ethnien zusammengewürfelt wurde, ergibt sich aus der Geschichte des Landes. Über drei Jahrhunderte waren die Inseln Schauplatz des transatlantischen Sklavenhandels, Exil für die politischen Häftlinge Portugals und Zufluchtsort für Juden und andere religiös Verfolgte während der spanisch-portugiesischen Inquisition. Rassistische Diskriminierung ist dem Kapverdischen Volk fremd und so werden Touristen und Segler freundlich und warmherzig empfangen. Die Kapverden haben jenseits der Hotelkomplexe nicht viel zu bieten. Einige wenige Geschäfte, Bars und kleine Restaurants sind zu finden aber überall herrscht Ruhe, Einsamkeit und Ursprünglichkeit vor. Teilweise wird das Fehlen von touristischer Infrastruktur durch die Freundlichkeit der Menschen hier ausgeglichen, ein echter Wohlfühlfaktor. Am besten lassen sich die Inseln wie so oft vom Wasser aus erkunden.

Natur und Umgebung

Obwohl die Kapverden ein afrikanischer Inselstaat sind, war keine der Inseln jemals mit dem afrikanischen Festland verbunden war. Die Erklärung ist recht einfach: Sie haben sich nicht von einem Festland abegspalten, sondern haben sich vor rund 135 Millionen Jahren aus dem Meer erhoben. Ursache dafür war aufsteigendes Magma vulkanischer Eruptionen im Meer. Die Inseln sind aufgrund klimatischer Einwirkungen vollkommen unterschiedlich. So entdeckt der Charterurlauber hier flache Wüstenlandschaften und weiße Sandstrände, aber auch die typischen Vulkan- und Berglandschaften vom Schiff aus. Ein Segelurlaub auf den Kapverden ist definitiv auch optisch abwechslungsreich.
Auf den Kapverden sind unterschiedliche Vegetationen vorzufinden. Eine facettenreiche Flora bietet sich aber nicht nur von Insel zu Insel, sondern kann auch von Region zu Region auf ein und der selben Insel variieren. Hier können Sie auf einem Landausflug während Ihrer Yachtcharter neben Palmen, Bananen-, Mango- und Zitrusbäumen auch Zuckerrohr, Dünen und Glasflure bestaunen.

Unterhaltung und Nightlife

Um sich auf Ihrem Chartertörn abends in das Getümmel von Bars, Clubs und Diskotheken zu stürzen, sollten Sie sich ein anderes Segelrevier aussuchen. Der Schwerpunkt liegt hier definitiv darin, Wind & Meer, Wale & Delfine und seglerischen Anspruch zu genießen. Während in den größeren Städten der Inseln einige Bars und Discotheken gegen Abend ihre Pforten öffnen, herrscht in den ländlichen Gebieten häufig ab 22 Uhr Nachtruhe. Ausgelassene Stimmung versprechen vor allem die Sommermonate sowie Weihnachten, Neujahr und andere Feiertage.
Wenn Ihrer Crew doch mal nach Geselligkeit an Land mit abendlichem Programm ist, kommt es ganz darauf an, wo genau Sie mit Ihrer Charteryacht angelegt haben. Beispielsweise wären Sie dafür auf Santiago richtig. An der Praia Gamboa zum Beispiel findet jährlich im Mai das größte Musikfestival der Insel statt. Wohingegen das ganze Jahr über etwas los ist, ist in den Bars, Restaurants und Nachtclubs des Viertels Achada de Santo António.

Kulinarik auf den Kapverdischen Inseln

Fans von Hausmannskost – genauer von deftigen Eintöpfen – kommen hier voll auf den Geschmack. Die sind nämlich das Leibgericht aller Inselbewohner. An so gut wie jeder Ecke bekommen Sie das Nationalgericht Cachupa serviert: Ein kulinarisches Zusammenspiel von Mais (gestampft), Zwiebeln, grünen Bananen, Maniok, Süßkartoffeln, Kürbis, Yams, Tomaten, Kohl und Speck. Der Eindruck, hier seien alle Reste des Vortages zusammengemischt worden, mag vielleicht nicht zu Unrecht aufkommen. Doch die Würzung aus Lorbeerblättern, Knoblauch und Piment kreiert ein wirklich leckeres Gericht. Nicht selten kommt es vor, dass dieser Eintopf durch die Zugabe von Fleisch bereichert wird. Ausgefallen sind die Nachspeisen, in denen die verschiedensten Früchte der jeweiligen Insel verarbeitet werden. Von Kreationen wie der Doce de Papaya über den Käse- und Kaffeepudding bis hin zur Doce de Coco sollte man sich hier einmal durch die Dessertkarte probieren.
Als Europäer sollte man sich von der Vorstellung verabschieden, vom äußeren Eindruck des Restaurants auf die Qualität des Essens zu schließen. Zumal viele kleine Gaststätten, bei denen meist eine ausgezeichnete Cachupa oder Feijoada serviert wird, von außen gar nicht als solche zu erkennen sind. Lassen Sie sich am besten dort, wo Sie während Ihres Chartertörns festgemacht haben, ein Lokal empfehlen.

Landestypische Kultur

Über drei Jahrhunderte waren die Kapverdischen Inseln Schauplatz des transatlantischen Sklavenhandels, Exil für die politischen Häftlinge Portugals und Zufluchtsort für Juden und andere religiös Verfolgte während der spanisch-portugiesischen Inquisition. Dementsprechend bunt und vielfältig sind die Einflüsse.
Die Musik ist ein wichtiger kultureller Bestandteil auf den Kapverden. Die traditionelle Musik der Kapverdischen Inseln ist wie die Bevölkerung einen Mischung aus europäischen, afrikanischen und südamerikanischen Einflüssen. Die bekanntesten Stile sind der Morna und der Funaná. Die typischen Instrumente in der Musik der Kapverden sind die Violine, die Cavaquinho (eine sehr kleine Gitarre mit vier Seiten) und das Akkordeon. Eisenstäbe und Strandmuscheln werden oft als Schlaginstrumente genutzt.
Der Batuque ist ein afrikanischer Tanz der gerne in Santiago getanzt wird. Die Wurzeln dieses Tanzes stammen noch aus der Zeit der Sklaverei. Falls man zur Karnevalszeit mit dem Charterschiff unterwegs ist, kann man in Mindelo auf São Vicente besonders viel erleben: hier wird Tag und Nacht getanzt und gefeiert. Im August findet jedes Jahr am Strand das Musik-Festival Baía das Gatas mit einheimischen und internationalen Bands statt, dessen Besuch sich ebenfalls lohnt.